Grundsätzlich gibt es unter Linux schon einige grafische Oberflächen für das Git – die meisten sind jedoch schon recht alt. SmartGit ist recht neu, lässt sich auf nahezu jeder Plattform nutzen und kann viele Dinge, die sonst nur auf der Shell möglich sind.
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SmartGit installieren
Sie finden diese Software unter SmartGit zum Download, haben Sie Git schon über die Paket-Verwaltung installiert, brauchen Sie nur das Tar Archive without Git. Ich schätze, nimmt man das komplette Paket, erhält man auch die aktuellste Git-Version – für mich aber unnötig.
Eine Installation ist nicht nötig – Sie entpacken einfach das komprimierte Archiv per Rechtsklick und verschieben das entpackte Verzeichnis an eine beliebige Stelle in Ihrem Home-Verzeichnis.
SmartGit nutzen
Sie öffnen das Verzeichnis „smartgit“ und das darin liegende Unterverzeichnis „bin„, per Klick auf die Datei „smartgit.sh“ wird die Software gestartet – mit den passenden Dateien können Sie auch einen Eintrag im Anwendungsmenü erstellen – einfach auf die Datei klicken.

Beim ersten Start können Sie die Software anpassen – dies lässt sich auch später nachholen, ich nutze „Standard„:

Haben Sie nicht das komplette Bundle genommen, fragt die Software, wo die ausführbare Datei für das Git liegt – in meinem Fall liegt die Software richtig, Sie können dies aber auch auf der Shell mit dem Befehl:
which git
herausfinden.

Weiter geht es mit der für Git üblichen Konfiguration.

Jetzt gilt es die Lizenz zu bestätigen – es ist keine freie, sondern kommerzielle Software. Folgende Benutzer können diese jedoch ohne Einschränkungen kostenlos nutzen:
- Private
- Open Source-Entwickler
- Bildungseinrichtungen
- Gemeinnützige Organisationen

Ob Sie Telemetrie senden wollen oder nicht – Ihr Ding, meines nicht 😋

Schon sitzen Sie vor der GUI – leider nicht in Deutsch, vielleicht kommt es noch. Ich habe gerade auf diesem Rechner kein Projekt, daher ziehe ich mir eines von GitHub – Menü „Repository → Clone„:

Sie können die vorhandenen Möglichkeiten nutzen, um etwa einen bestehenden Account dort zu nutzen.

Schon kann die Post abgehen.

2 Reaktionen
Und heute erreicht mich eine Heise-Meldung https://www.heise.de/news/GitHub-Copilot-Neukunden-ausgesperrt-Nutzung-staerker-begrenzt-11265219.html?wt_mc=rss.red.ho.beitrag.atom.beitrag.beitrag.
das Microsoft github-Copilot-user eingeschränkt werden. OK, Git ist nicht GitHUB aber beide sind miteinander verwebt und verbandelt.
Juhu,
die Nachricht kann ich nicht finden. Und „miteinander verwebt und verbandelt“ ist so nicht richtig. Github ist eine (große, bedeutende) Webseite die git als Technologie verwendet und vorantreibt. Aber git ist in keiner Weise irgendwie abhängig von github. Wenn github einfach weg wäre hätte das keinerlei Auswirkungen auf git als Projekt/Software. Wäre git weg hätte github ein Problem.
Selbst die Projekte deren Sourcecode auf github gehostet wird hätten ohne github lediglich einen lästigen, aufwendigen Arbeitsschritt zu tun, nämlich das Repo auf einem anderen Hoster aufzusetzen und in den aktuellsten Zustand zu bringen (Mergerequests, Tickets etc…). Den Quellcode inklusive der vollständigen Historie hat jeder Entwickler dank der Dezentralität eh schon auf dem Rechner. Also das sollte die meisten Projekte maximal ein paar Tage ausbremsen.