Fresh ist ein moderner Terminal‑Texteditor in Rust, der das Gefühl eines grafischen Editors in die Kommandozeile bringt. Er soll die Lücke zwischen einfachen Tools wie nano und komplexen Editoren wie Vim schließen.
Fresh verfolgt ein klares Ziel: Ein Editor im Terminal, den man ohne lange Einarbeitung einfach benutzen kann. Dazu gehören vertraute Tastenkürzel wie Strg+S zum Speichern, Strg+F für Suche und Strg+Z für Rückgängig. So fühlt sich Fresh sofort zugänglich an, auch wenn man bisher nur grafische Editoren kennt

Beim Arbeiten im Alltag bietet Fresh eine Oberfläche, die an einen schlanken IDE‑Editor erinnert. Es gibt Mausunterstützung, Tabs, einen Dateimanager und eine Command‑Palette, über die sich Befehle bequem per Textsuche aufrufen lassen. Dadurch muss man sich weniger kryptische Tastenkombinationen merken und behält trotzdem einen flüssigen Terminal‑Workflow.
Ein Schwerpunkt ist die Performance. Fresh startet schnell, reagiert flüssig und kann sehr große Dateien verarbeiten, indem nur benötigte Teile der Datei in den Speicher geladen werden. Gleichzeitig bleibt der Speicherverbrauch moderat, was ihn für große Codebasen und Logdateien interessant macht.
Installation
Auf der github-Projektseite finden sich mehrere Installationswege für das Tool. Für Debian und darauf basierende Distributionen bietet sich z.B. ein DEB-Installationspaket zum Download, das Sie wie folgt installieren. Zunächst mit:
cd Downloads
in den Download-Ordner wechseln und mit:
sudo apt install ./fresh-editor_0.1.77-1_amd64.deb
erfolgt die Installation.
Für openSUSE, Fedora usw. stehen zudem RPM-Pakete bereit. Alternativ dazu laden Sie das Flatpak herunter und installieren dieses wie folgt:
cd Downlaods
und anschließend:
flatpak install fresh-editor-0.1.77-x86_64.flatpak
Unter Arch Linux ist das Tool im AUR verfügbar.
Start im Terminal
Nach erfolgreicher Installation rufen Sie Fresh im Terminal ganz einfach mit der Eingabe von:
fresh
auf.
Ein typisches Anwendungsszenario
Ein typisches Szenario für Fresh ist das Bearbeiten von Konfigurationsdateien. Dabei arbeitet man komplett im Terminal, hat aber den Komfort eines „richtigen“ Editors mit Maus, Tabs und Command‑Palette.
Im Beispiel bearbeiten wir die Konfigurationsdatei für das Kalender-Widget in Xfce:
fresh /home/user/.config/gtk-3.0/gtk.css

Nun können individuelle Änderungen / Anpassungen vorgenommen werden…

Navigation im Editor
Fresh bietet intuitive Navigation mit vertrauten Shortcuts und voller Mausunterstützung. Hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Bewegungen und Aktionen.
Basis-Navigation und Bearbeitung
Pfeiltasten oder Maus bewegen den Cursor zeilenweise oder wortweise. Strg+Links/Rechts springt zwischen Wörtern. Strg+A markiert alles, Strg+C kopiert, Strg+V fügt ein und Strg+Z macht rückgängig. Mit der Maus kannst du direkt klicken, Text markieren oder scrollen.
Im Fresh Terminal Editor muss das Speichern von Änderungen mit Strg+S nicht mit Enter bestätigt werden, im Gegensatz zum Nano-Editor. Fresh speichert die Änderungen sofort und direkt ohne zusätzlichen Bestätigungsschritt.
Tabs und Dateien wechseln
Strg+PageUp/PageDown wechselt zwischen offenen Tabs. Strg+P öffnet die Command Palette für schnelle Befehlsuche und Dateiauswahl. Strg+E zeigt den integrierten File Explorer links an, wo du per Pfeiltasten oder Maus navigierst.
Suche und Ansicht
Strg+F startet inkrementelle Suche mit Regex-Unterstützung. Strg+G springt zur Zeile (Go to Line). Strg+Q beendet Fresh, Menüleiste oben (Maus oder Alt-Tasten) greift auf Optionen zu.
Weitere Features
Strg+/ toggelt Kommentare, Alt+↑/↓ bewegt Zeilen und F1 öffnet Hilfe oder Menüs. Die Menüleiste oben reagiert auf Alt+unterstrichene Buchstaben.
Fazit
Fresh ist ein moderner Terminal-Texteditor, geschrieben in Rust, der durch hohe Performance für große Dateien (bis 10 GB+), niedrigen Speicherverbrauch und intuitive Bedienung überzeugt. Er bietet GUI-ähnliche Features wie Maus-Support, Ctrl+S zum sofortigen Speichern ohne Bestätigung, Ctrl+Q zum Beenden und Rückkehr zum Terminal, Syntax-Highlighting, LSP-Support, Themes, Multi-Cursor, Undo (Ctrl+Z), integrierten File Explorer (Ctrl+E) sowie ein Plugin-System in TypeScript/Deno für Erweiterungen wie Git-Integration oder Grep.

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