Airtable ist eine proprietäre Datenbankanwendung, die nur teilweise kostenlos ist – mit dieser lassen sich grafisch Daten mit Prozessen verbinden. Eine Übersicht dazu finden Sie unter Airtable – grundlegend – Sie vertrauen Ihre Daten einem Unternehmen an und speichern diese Daten in der Cloud.
Eine freie Alternative dazu ist NocoDB – zur kurzen Beschreibung, NocoDB ist keine Alternative zu einer Datenbank wie MariaDB, PostgreSQL und dergleichen, wie etwa Linux Guides DE schreibt. Die jeweilige Datenbank wird zwar eingesetzt – aber mit NocoDB können nur vordefinierte Daten verbunden werden, Sie können NocoDB also nicht für beliebige Daten verwenden.
Inhaltsverzeichnis
NocoDB installieren
Es gibt mehrere Varianten NocoDB unter Linux zu installieren – Docker oder eine binäre Datei, die es einfach nur auszuführen gilt. Eine Beschreibung für alle Varianten gibt es unter GitHub.
Sie können die binäre Datei herunterladen – etwa gleich am Terminal mit Curl (unter auf Debian basierenden Linux-Distributionen installieren Sie diese Software ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket „curl„):
curl http://get.nocodb.com/linux-x64 -o nocodb -L && chmod +x nocodb && ./nocodb
Mit diesem Befehl wird die Software auch gleich ausgeführt – alternativ lassen Sie „&& ./nocodb“ weg und starten die Software manuell, etwa am Terminal mit dem Befehl:
./nocodb
aus dem Verzeichnis, in dem die Datei liegt. Der Nachteil – Sie können hierbei nur den Port „8080“ nutzen.
Wir sehen uns die Geschichte mittels Docker an. Wir laden wir uns mittels Git die Software herunter:
git clone https://github.com/nocodb/nocodb
Anschließend haben wir die Möglichkeit, folgende Datenbanken zu nutzen:
Alle sind in der Software integriert, wir wechseln in das heruntergeladene Verzeichnis:
cd nocodb/docker-compose/mysql # für MariaDB
cd nocodb/docker-compose/pg # für PostgreSQL
cd nocodb/docker-compose/mssql # für das Microsoft-Teil
Im jeweiligen Verzeichnis finden wir die Datei „docker-compose.yml“ – hier die für PostgreSQL:
version: '2.1'
services:
nocodb:
depends_on:
root_db:
condition: service_healthy
environment:
NC_DB: "pg://root_db:5432?u=postgres&p=password&d=root_db"
image: "nocodb/nocodb:latest"
ports:
- "8080:8080"
restart: always
volumes:
- "nc_data:/usr/app/data"
root_db:
environment:
POSTGRES_DB: root_db
POSTGRES_PASSWORD: password
POSTGRES_USER: postgres
healthcheck:
interval: 10s
retries: 10
test: "pg_isready -U \"$$POSTGRES_USER\" -d \"$$POSTGRES_DB\""
timeout: 2s
image: postgres
restart: always
volumes:
- "db_data:/var/lib/postgresql/data"
volumes:
db_data: {}
nc_data: {}
Hier sollten Sie unter anderem den Port anpassen – „– „8080:8080„“ – etwa, wenn Sie den Port 8080 bereits für eine andere Docker-Anwendung nutzen. Der Start gelingt als root mit:
docker-compose up -d
Anschließend können Sie die von GitHub heruntergeladenen Dateien löschen.
NocoDB nutzen
Nach der Installation erreichen Sie die Software im Webbrowser unter der Adresse „localhost:8080/dashboard„, alternativ geben Sie von einem anderen Rechner statt „localhost“ die IP-Adresse des Rechners an, auf dem NocoDB installiert wurde:

Jetzt geben Sie Ihre Mail-Adresse und ein Passwort an, um sich mit dieser später wieder einloggen zu können, mit diesem Account sind Sie zugleich der Administrator der Software:

Rechts oben passen Sie als Erstes die Sprache der Software an:

Mit dem Schalter „Neues Projekt“ können Sie jetzt ein neues Projekt anlegen:

Geben Sie eine Bezeichnung an und klicken auf „Erstellen“ – schon landen Sie im neuen Projekt:

Klicken Sie rechts unten auf „Team & Einstellungen„, können Sie, wenn gewünscht eine externe Datenbank einbinden, Mitglieder einladen, …:

Eingeladen werden Mitglieder ganz einfach per E-Mail:

Jetzt können Sie neue Tabellen oder andere Datenquellen einbinden:

Der Rest ist bekannt – haben Sie schon einmal mit Datenbanken gearbeitet, wird die Software kein Thema sein. Die komplette Dokumentation finden Sie unter NocoDB – Dokumentation, aber wie schon beschrieben – es handelt sich eher um eine Software zum Projektmanagement. Alles andere gelingt mit jeder anderen grafischen Software rund um Datenbanken wohl einfacher.

2 Reaktionen
Verwende immer noch dBase unter DFend bzw. DOSBox. Kann ich diese Datenbank stattdesen nehmen. Möchte allmählich auf eine modernere Variante wechseln.
Möchte Podman benutzen.
Ausser unter Podman auch mit SQLite.