Auf einen guten Start in das neue Jahr 2026. In diesem Beitrag sehen wir uns die Linux-Distribution ENux Linux etwas näher an, sie ist recht neu – dies bedeutet, man sollte nicht gleich produktiv umsteigen, sondern eher etwas warten. Der Grund ist recht einfach – Distributionen entstehen schnell, verschwinden aber auch ebenso schnell wieder, also eher etwas abwarten – aber ENux Linux gibt es inzwischen in Version 2, dies bedeutet – sieht ganz gut aus.
ENux Linux ist so gesehen ein Standard-Debian – also so gesehen nichts Neues, aber auf diesem Debian wurde Bedrock Linux installiert. Wem diese Distribution nichts sagt und die Doku nicht lesen will – Bedrock ist so gesehen keine Linux-Distribution, sondern eine Art Aufsatz auf eine Distribution. Bedrock erlaubt es, Software von anderen Linux-Distributionen auf Debian zu installieren, so lassen sich etwa Fedora-Pakete unter Debian installieren, Pakete von Void Linux, von Arch und so weiter und so fort.
Die Installation von Bedrock ist nicht ganz so einfach – ENux hat Bedrock bereits vorinstalliert.
Inhaltsverzeichnis
ENux testen und installieren
Sie finden ENux hier zum Download, das heruntergeladene ISO kopieren Sie etwa mit Etcher auf einen USB-Stick und starten den Rechner davon:

Im Bootmenü nutzen Sie die Pfeiltasten (auf / ab) zur Navigation, mit Eingabe wird bestätigt. Unter normalen Umständen, nutzen Sie den obersten Eintrag, bei Problemen nutzen Sie den zweiten.

Das System startet in den Live-Modus, mit XFCE als Desktop – von Bedrock Linux ist noch nichts zu sehen. Vorinstalliert sind Anwendungen dem Standard von XFCE entsprechend – ein:
uname -a
zeigt, es handelt sich wirklich um ein Debian Stable. Wir sehen uns gleich einmal die Installation an, um den Rest kümmern wir uns später. Zur Installation findet sich das passende Icon am Desktop – Install ENux. Die Installation gelingt einfach – es startet der Calamares Installer:

Sie wählen als Sprache „Deutsch“ und klicken rechts unten auf „Weiter„:

Die Auswahl der Zeitzone funktioniert leider nicht automatisch – passen Sie diese manuell an:

Weiter geht es mit dem Tastatur-Layout, haben Sie die Zeitzone passend gesetzt, wählt der Installer das passende Layout, testen Sie die Sonderzeichen.

Es folgt die Partitionierung – Sie können es dem System überlassen, oder diese manuell vornehmen – mehr dazu unter Partitionieren.

Sie erstellen einen ersten Benutzer, dieser kann mit dem Befehl sudo später auch administrative Aufgaben erledigen.

Der Installer beginnt nach einem Klick auf „Installieren“ ohne weitere Nachfrage mit der Installation, diese dauerte bei mir keine fünf Minuten, anschließend starten wir das System neu.
ENux nutzen
Der erste Start dauert einige Sekunden – einfach abwarten, auch wenn der Bildschirm noch schwarz bleibt. Auch dann auf Nachfrage, einfach abwarten oder die „1“ eingeben und mit Eingabe bestätigen, Sie landen am Login und melden sich an:

Nach der Anmeldung landen Sie am XFCE-Desktop, wie im Live-System:

Hier starten Sie als Erstes den „ENux Finalizer“ per Icon am Desktop:

Das sich öffnende Fenster bestätigen Sie mit „Mark as secure …“ und bestätigen die Ausführung mit Ihrem Passwort. Dies installiert die Bedrock-Umgebung ohne weitere Nachfragen – einfach abwarten. Das Terminal schließt sich nach dem Abschluss automatisch.
Über XFCE wollen wir in diesem Beitrag nicht sprechen, dafür gibt es in den Kategorien rechts mehr als genug Beiträge, wir wollen uns natürlich die Paket-Verwaltung näher ansehen. Diese benutzen Sie am Terminal mit root-Rechten, also gleich mal:
sudo -i
Als Erstes aktualisieren wir natürlich das System:
apt update
apt upgrade
Jetzt können wir via APT weitere Pakete installieren, wie unter Debian üblich, also etwa:
apt search thunderbird
apt install thunderbird
Es gelingt alles, wie unter Debian üblich. Jetzt können wir aber natürlich auch Pakete von Fedora installieren:
dnf install firefox

So können wir unter Debian verschiedene Versionen von Firefox nutzen:

Die Deinstallation funktioniert natürlich wie unter Fedora gewohnt. Neben der Software von Debian lassen sich also auch die Paket-Manager von Arch „pacman“, Alpine „apk“, Void „xbps“ Fedora „dnf“ und Gentoo „emerge“ nutzen.

Noch keine Reaktion