Kaum fällt der Name Debian, tauchen sofort die altbekannten Klischees auf: Schwer zu installieren, technokratisch, veraltet. Dabei hat diese traditionsreiche Distribution längst gezeigt, dass sie mit der Zeit geht – nur eben auf ihre eigene, sehr verlässliche Weise.
Mit Debian 13 „Trixie“ präsentiert sich das Projekt moderner, zugänglicher und flexibler als je zuvor. Dank Backports, einfacher Installation und topaktueller Software beweist Debian, dass Stabilität und Aktualität keine Gegensätze sein müssen. Zeit also, mit den Mythen aufzuräumen.

DebianXfce

Debian – schwer zu installieren“

Der Debian Installer hat in den letzten Jahren einen Riesensprung gemacht. Die Oberfläche ist klar und strukturiert, die Hardware-Erkennung funktioniert tadellos, und die Standardauswahl sorgt dafür, dass man in 20 Minuten ein sauberes System aufgesetzt hat – ohne kryptische Terminal-Befehle.
Dank Live-Images mit GNOME, KDE Plasma, XFCE, LXQt oder Cinnamon kann man Debian 13 vorab testen – und mit wenigen Klicks fest installieren.

Debian ist nicht aktuell genug“

Dieses Vorurteil trifft heute nicht mehr zu. Debian 13 bringt ohnehin viele frische Versionen gängiger Software mit, vom Linux-Kernel über GNOME 45 bis hin zu aktueller Compiler- und Browserbasis. Aber wer es noch aktueller mag, muss nicht zu Testing oder Sid greifen – ein verlässlicher Weg: Backports.

Backports sind Pakete, die aus der kommenden Debian-Version stammen und so angepasst wurden, dass sie stabil unter Trixie laufen. Damit können Nutzer aktuelle Anwendungen und Treiber nutzen, ohne auf die Stabilität und Sicherheit von Debian Stable zu verzichten.
Ein einziger Eintrag in der sources.list reicht – und schon stehen topaktuelle Pakete bereit. Keine Bastellösungen, kein Risiko, keine Fremdrepos.

So lassen sich u.a. etwa neue LibreOffice-, oder Kernel-Versionen problemlos nutzen, sobald sie getestet und freigegeben sind. Debian schafft damit den Spagat zwischen Zuverlässigkeit und Aktualität, ohne dass eines darunter leidet.

Debian ist nur was für Profis“

Debian 13 überzeugt mit einer durchdachten Desktop-Erfahrung, die ohne tiefes Linux-Wissen auskommt. Die vorkonfigurierten Umgebungen starten schnell, sehen modern aus und funktionieren einfach. Software-Installation läuft intuitiv über GNOME Software oder Discover, und wer lieber im Terminal arbeitet, profitiert von apt – einem der elegantesten Paketmanager überhaupt.

Gerade für Nutzer, die einmal einrichten und dann einfach nutzen wollen, ist Debian perfekt geeignet. Keine Zwangsupdates, keine Telemetrie, kein Experimentiermodus.

Debian ist langweilig“

Debian verzichtet bewusst auf modische Spielereien. Stattdessen liefert es ein solides Fundament, auf dem man nach eigenen Vorstellungen bauen kann – ob für Entwickler, Kreative oder den Privatgebrauch.
Das Ergebnis ist ein System, das stabil, berechenbar und gleichzeitig anpassbar bleibt. Wenn „langweilig“ bedeutet, dass einfach alles funktioniert – dann ist es so…

Debian 13 – Das beste Gegenargument

Debian 13 „Trixie“ zeigt, dass Traditionsbewusstsein und Modernität kein Widerspruch sind. Backports sorgen für frische Software, ohne die Stabilität des „Stable“-Zweigs aufzuweichen. Die Installation ist so einfach wie nie, und das System läuft zuverlässig.
Kurz gesagt: Debian 13 ist nicht alt – nur die Vorurteile sind es.

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4 Reaktionen

  1. Hmmm, bist du jetzt im Debian Team, weil du Werbung machst?

    Nun, mit einem möchte ich schon noch aufräumen:
    Ohne Linux Vorkenntnisse, stößt man bei Debian sehr wohl ganz schnell an seine Grenzen.

    Ich habe auch Debian 13 installiert und verwende Linux schon mehr als 13 Jahre. Aber ohne Suchmaschine im Internet ist man schon bei einer größeren Aktualisierung aufgeschmissen. Der KDE eigene Discover schafft zwar die alltäglichen Updates, aber bei der Aktualisierung auf 13.3 ist er auch an seine Grenzen gestoßen. Ohne Kenntnisse von Debian Befehlen ist der 08/15 User sehr wohl aufgeschmissen.

    • Hallo @tuxinchen,

      danke für deinen Kommentar. Nein, gewiss nicht – ich mache keine Werbung, und diese Unterstellung empfinde ich ehrlich gesagt als etwas unfair. Nur weil man positiv über etwas schreibt, heißt das nicht automatisch, dass man Teil des Projekts oder ein Fanboy ist. Ich beschreibe schlicht, was sich objektiv getan hat – und Debian hat sich nun einmal spürbar weiterentwickelt.

      Natürlich bleibt Debian ein System, das ein gewisses Grundverständnis erfordert. Das ist kein Geheimnis und durchaus Teil seiner Philosophie: Kontrolle statt Bevormundung. Das ändert aber nichts daran, dass die Einstiegshürde heute deutlich niedriger ist als früher.

      Debian verdient Anerkennung – ganz ohne PR‑Abteilung, Marketing‑Budget oder Affiliate‑Link, ganz ohne mein Zutun…

    • Ich mache meine Aktualisierungen ausschließlich übers Terminal und das auch schon ein paar Jährchen. Selbst das Einbinden der Backports (Übrigens hier in der Linux Bibel exzellent beschrieben) und die anschließende Aktualisierung von Libre Office und der neuen Kernel und so einiges mehr mit etwas mehr als 1GB Größe verlief ohne Murren, ohne Probleme. Probleme beim Aktualisieren hatte ich unter Debian eigentlich noch nie. Auch nicht bei 13.3. Die Vorteile des Terminals wird ja immer wieder hier angesprochen. Die grafischen Tools kommen da schnell an ihre Grenzen, nicht Debian.

    • Hallo

      Ich stimme Zebokon nahezu vollkommen zu,
      Wenn ich mich nicht mit Linux auskennen will und immer nur auf der Oberfläche bleiben will, dann kann ich mit Debian hervorragend leben. Ich brauche dann auch keine Backports oder andere Mechanismen.
      Kurz gesagt, wenn ich nur damit arbeiten will, dann ist die out-of-the-Box Installation von Debian eine sehr gute Wahl. In ein paar Minuten hast du ein lauffähiges und wartbares System. Und die nächsten Jahre keine Probleme.

      Ich habe beruflich so einige Systeme eingesetzt und Debian gehörte immer zu denen, die ohne Probleme liefen. Vor ein paar Jahren habe ich einen PC auf Ubuntu umgestellt. Der lief genau 3 Monate in der Konfiguration. Dann gab es wieder eine Änderung des Desktops, der Softwareverteilung u.v.m.
      Meine Antwort auf diese Spinnereien…… mkfs und Debian.

      Wenn ich über den „Benutzermodus“ hinausgehe und eigene/andere Programme installieren möchte, quasi ein „Benutzer-Guru“ werden möchte, dann muss ich mich mit dem System auseinandersetzen.
      Da hilft gar nichts; die Installation von flatpak-Pakete setzt eben genau dieses Wissen voraus. Und damit bin ich beim Begriff Container und und und. Damit muss ich mir auch eine gewisse Menge an Wissen aneignen, ob mittels Buch, Google oder Kurs sei dahingestellt.

      Die nächste Stufe wäre als Entwickler aufzutreten. Dann schätzt man wieder ein System, das stabil läuft, so das ich mich um meine eigenen Fehler kümmern kann und nicht um die Stategieausrichtung einer Firma.

      Wenn du noch mehr möchtest, dann wird sich Linus Torvalds über deine Mitarbeit freuen. 😉

      In einem Punkt muss ich dir Recht geben. Der Update auf Trixie war nicht das Gelbe vom Ei. Das geht besser. Besonders die Kernel-Updates würde ich als „Eingreif würdig“ bezeichnen. Mal schauen ob, es die Jungs besser hinbekommen bzw. was Linus liefert.

      Und jetzt zu meiner Kritik der Backports
      Wenn ich diese verwende, bekomme ich Software, die nicht so getestet ist, wie der dazu passende Stable-Zweig. Das KANN sich in der einen oder anderen Ungereimtheit niederschlagen.
      Das sollte mir bewusst sein.

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