Xreader ist ein schlanker Dokumentenbetrachter aus dem Linux-Mint-Umfeld. Die Anwendung öffnet unter anderem PDF- und PostScript-Dateien und bietet eine GTK-basierte Oberfläche mit Seitenleiste, Suchfunktion, Druckunterstützung und verschiedenen Ansichtsmodi. Als Bestandteil der Linux-Mint-X-Apps wird Xreader mit dem Ziel entwickelt, eine einheitliche und unkomplizierte Dokumentenverwaltung auf Linux-Desktops bereitzustellen.

Unter Debian 13 „Trixie“ ist Xreader nicht direkt im Repository verfügbar. Eine praktische Alternative besteht darin, die von Linux Mint bereitgestellten Debian-Pakete aus dem LMDE-Zweig zu verwenden. Diese Pakete funktionieren auch unter Debian 13 zuverlässig und lassen sich nach dem Entpacken in einem gemeinsamen Installationsvorgang einrichten.
Download und Installation
Das DEB-Installationsarchiv beziehen Sie via github direkt von Linux Mint.
Nach dem Download öffnen Sie ein Terminal und fügen folgenden Befehlsblock ein:
cd ~/Downloads
tar -xzf packages.tar.gz
cd packages
sudo apt install ./*.deb
Bestätigen Sie die Passwortabfrage und warten den Vorgang ab.
Ersteinrichtung
Beim ersten Start zeigt Xreader zunächst ein leeres Fenster. Über Datei → Öffnen wird das gewünschte Dokument geladen. Unterstützte Dateien können außerdem direkt aus dem Dateimanager geöffnet werden.

Die wichtigsten Einstellungen betreffen die Dokumentansicht, die Seitenleiste und die Zuordnung von Dateiformaten.
Klicken Sie zunächst auf Bearbeiten -> Einstellungen und setzen die Häkchen wie folgt

Öffnen Sie nun ein erstes PDF-Dokument über Datei -> Öffnen – nehmen sie die gewünschten Einstellungen wie Seitengröße usw. vor und speichern die momentanen Einstellungen wie folgt…

Jetzt können Sie Xreader als Standard-Reader für PDF-Dateien festlegen. Ich verwende diesen gerne anstelle von Okular unter KDE Plasma.
Fazit
Xreader ist ein übersichtlicher und angenehm schneller Dokumentenbetrachter aus dem Linux-Mint-Umfeld. Die Anwendung konzentriert sich auf die wichtigen Funktionen für PDF- und andere mehrseitige Dokumente, bleibt dabei ressourcenschonend und fügt sich auch unter KDE Plasma harmonisch in den Linux-Desktop ein.
Die LMDE-Pakete lassen sich unter Debian 13 problemlos einsetzen.

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