Im Beitrag Den Gnome-Desktop unter Debian 12 anpassen haben wir uns damit näher befasst, den Gnome-Desktop visuell etwas aufzupeppen. Der Standard-Dateimanager Nautilus ist für meinen Geschmack etwas sperrig und wenig funktionell.
Unter Linux gibt es genügend Alternativen. Eine davon ist der „hauseigene“ Dateimanager von Cinnamon – Nemo – entwickelt vom Linux Mint Team.
Die Konfigurationsmöglichkeiten und Anpassungen sind wesentlich vielfältiger – die Bedienung logischer.
So lassen sich z. B. erhöhte Berechtigungen per Kontextmenü aufrufen, das Handling von Dateien gestaltet sich subjektiv einfacher.
Installation
Nemo lässt sich in Debian einfach mit folgendem Befehl im Terminal installieren:
sudo apt install nemo nemo-fileroller cinnamon-l10n
Damit Nemo als Standard-Dateimanager unter Gnome eingesetzt werden kann, muss Nautilus vorab mit diesem Befehl:
gsettings set org.gnome.desktop.background show-desktop-icons false
ausgetragen werden.
Nun lässt sich Nemo als systemweiter Standard setzen:
xdg-mime default nemo.desktop inode/directory application/x-gnome-saved-search
Nach einem Neustart steht Nemo als neuer Dateimanager bereit.
2 Reaktionen
Ich habe mich in der letzten Zeit in Cinnamon eingearbeitet. Nemo ist mit das Beste, was im Bereich Dateimanager angeboten wird. Ich habe zwei Favoriten: Krusader und Nemo. Krusader punktet für mich mit der internen Vergleichs- und Synchronisation der beiden Fenster, Nemo mit der linken Spalte, in der u. a. nicht eingehängte Partitionen gelistet sind. Mein Traum: beide können alles.
Ich kann Bostosaurus nur zustimmen, muss aber sagen, dass Nautilus im Wlan beim Verbinden mit dem Android-Smartphone unschlagbar schnell ist. Wie man diese Verbindung herstellt, habe ich am Ende des Artikels KDE Connect – Linux im WLAN mit Android verbinden bzw.https://linux-bibel.at/index.php/2023/09/10/kde-connect-linux-im-wlan-mit-android-verbinden/ beschrieben.