Nicht jeder hat mit Vim unter Linux als Texteditor seine große Freude – der Editor kann zwar alles und noch viel mehr, setzt aber eine steile Lernkurve voraus. Nano und ähnliche einfache Texteditoren für die Shell sind wieder für viele Dinge zu einfach gehalten. In diesem Beitrag sehen wir uns den Editor Terminal Text Editor an – kurz einfach TTT.
TTT installieren
Die Installation fällt sehr einfach aus – einfach aus, Sie starten als normaler Benutzer am Terminal den Befehl:
curl -sSfL https://raw.githubusercontent.com/eugenioenko/ttt/main/install.sh | sh
aus, der Befehl lädt die Software von GitHub herunter und kopiert die Software in Ihr Home-Verzeichnis unter „.local/bin„. Damit die Software am Terminal gleich gefunden wird, fügen Sie folgende Zeile in die Konfiguration Ihrer genutzten Shell ein (etwa .bashrc oder .zshrc):
export PATH="/home/robertg/.local/bin:$PATH"
Nach einem Neustart des Terminals wird die Software gefunden. Um die Software zu aktualisieren, starten Sie den Befehl einfach erneut.
Tipp – um alle Funktionen nutzen zu können, installieren Sie über die Paket-Verwaltung Ihrer Distribution das Paket „ripgrep„. Nutzen Sie auch Git – ist das Paket „git“ hilfreich.
TTT nutzen
Die Software wird auf dem Terminal mit dem Befehl:
ttt
gestartet:

Links finden Sie die Verzeichnishierarchie, diese können Sie mit der Maus nutzen, auch die Menüs sind mit der Maus nutzbar. Alternativ finden Sie für die meisten Menüpunkte die passende Tastenkombination im Menü:

Ein Klick auf ein Verzeichnis in der Liste links öffnet dieses, ein Klick auf eine Textdatei eben die Textdatei, natürlich mit Syntaxhervorhebung:

Um an Textdateien außerhalb Ihres Homeverzeichnisses zu kommen, müssen Sie die Software natürlich mit root-Rechten starten.
Man muss nicht viel über den Editor sagen, er ist so gut wie selbst erklärend, Suche und Änderungen werden auf den entsprechenden Reitern angezeigt, klicken Sie auf den Pfeil neben den Reitern, lassen sich unter anderem Plugins installieren und deinstallieren – einfach per Mausklick:

Für Benutzer, denen Vim eine zu steile Lernkurve hat, und andere Editoren zu wenige Funktionen haben – TTT ist einfach zu nutzen und lässt sich auch erweitern.

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