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Photoshop und Wine

Eine gute Nachricht für alle die wegen Photoshop noch nicht auf Linux umgestellt haben.

https://www.linux-magazine.com/Online/News/Photoshop-on-Linux

WENN ich das richtig gelesen habe und meine alten Augen mich nicht trüben, dann sollte es möglich sein, eine gepachte Wine-Version und Photoshop zu betreiben OHNE ein komplettes Windows zu installieren/patchen/entviren. Damit sollten die Probleme von Photoshop behoben sein. Der Artikel nennt auch die beiden Auslöser warum Photoshop nicht unter Wine läuft.

Nun kann ich mir vorstellen, dass solche Änderungen und ihre Auswirkungen sehr genau betrachtet werden. Ggf kann das bis zu einer Veröffentlichung noch etwas dauern. Zwischenzeitlich müsst ihr Euch Wine selbst übersetzen.

Für alle die das ausprobieren wollen, würde ich folgende  Vorgehensweise empfehlen.

  • Eine virtuelle Maschine mit einem Linux-Debian-Trixie aufsetzen.  (z.B. VirtualBox oder QEMU)
    Sollte das Linux in der VirtualBox nicht starten, das Kommando "sudo rmmod kvm-intel kvm" am Host-System ausführen bzw bei amd-Prozessoren kvm-amd entfernen.

AB JETZT WIRD NUR  MEHR IN DER VM GEARBEITET.

Da ich kein Photoshop mehr besitze kann ich es leider nicht austesten.

Viel Spass bei Photoshop, ich bleibe bei Gimp und Co.

 

 

Ganz ehrlich – ich sehe diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen.
Natürlich wirkt es verlockend, Photoshop endlich unter Linux nutzen zu können. Doch bei genauerem Hinsehen fließt erneut viel Energie in die Anpassung proprietärer Software, statt offene und frei verfügbare Alternativen wie GIMP, Krita oder Darktable u.a. gezielt zu fördern.
Am Ende bleibt Wine eine Notlösung: Es emuliert Windows‑Funktionen, gleicht fehlende Schnittstellen aus und hängt davon ab, dass Adobe diese Nutzung weiterhin stillschweigend duldet – ohne jede Garantie.
Vielleicht wäre es langfristig sinnvoller, unsere Kompetenzen darauf zu richten, Linux aus eigener Stärke für kreative Anwender attraktiver zu machen, anstatt Windows‑Software auf Biegen und Brechen unter Linux zum Laufen zu bringen. Solange Adobe es nicht für nötig hält, Photoshop nativ für Linux anzubieten, sollte man davon Abstand nehmen. Wer dennoch darauf angewiesen ist, unter Linux aber keine adäquaten Alternativen sieht oder zulässt, sollte vielleicht grundsätzlich über den Wechsel zu Linux nachdenken.

Geraldo und Juhu haben auf diesen Beitrag reagiert.
GeraldoJuhu

Du hast recht und doch nicht. Natürlich wäre es besser eine native-Fotoshop-Version zu bekommen. Bei einigen Produkten gab es solche Bemühungen schon (z.B. FinalCut) , aber die haben sich nicht durchgesetzt. Wenn Firmen im in ihrem Umfeld bleiben und nur für bestimmte Betriebsysteme entwickeln, so ist das auch in Ordnung und ich sehe nicht Schlechtes dabei.  ich glaube aber, dass Adobe den Markt sehr genau beobachtet und Veränderungen sehr genau wahrnimmt.

Das Problem bei diesem Patch ist nicht Photoshop, sondern die XML-Implementierung von MS. In den beiden DDL MSHTML und MSXML3  sind "Features" eingebaut, die ein Probleme bei der Verarbeitung von HTML und Javascript auslösen. Linux ist da ein bisschen strenger und wahrscheinlich auch sicherer als MS.
Das wird auch einige andere Programme betreffen, die mit einem Frontend aus Javascript und HTML arbeiten.

Es geht also nicht um die Frage Phottoshop Ja/Nein sondern implementiert man ein "Feature" von MS.

Zu Wine generell will ich nur sagen, dass wir auch im Linux jede Menge Routinen eingebaut haben um "alte" Software auf neuen Systemen lauffähig zu halten. Nehmt nur die ganze 16/32/64 Bit Software die immer noch existiert, den Nintendo-Emulator oder die alten Spielkonsolen. All diese sind Wine gleichzustellen und haben ihre Berechtigungen.

Das war mein NEIN und jetzt mein JA

Natürlich finde ich es gut wenn Gimp, Kita und Co gepuscht werden. Aber ich glaube, dass diese Projekte ganz gezielt ihren Weg gehen und sich nicht von Adobe und Co beeinflussen lassen. Und das ist gut so.  Im Bereich der Videobearbeitung ist Linux schon Top. Bei Datenbanken kämpfen Oracle und IBM um ihre Marktanteile zu halten. Das Web ist in der Hand von Linux. Die Marktanteile bei Mail-Relay sind unanständig.

Fazit für mich

Wine ist genauso ein Emulator wie für Amiga, C64. Einfach ein Emulator für ein Auslaufbetriebsystem.