Android Phones von Google
Zitat von xylor am 20. Juli 2026, 19:23 UhrSchon mitgekriegt? Was soll man davon halten? Nur ein Sturm im Wasserglas, eine Drohung, oder ein Ausblick auf eine schöne neue Welt.http://keepandroidopen.com/de/ Ich weiß nicht wo ich das Schreiben soll/darf/kann deshalb Schreibe ich hier. Wenn das falsche Brett, bitte verschieben. Danke. xylor
Schon mitgekriegt? Was soll man davon halten? Nur ein Sturm im Wasserglas, eine Drohung, oder ein Ausblick auf eine schöne neue Welt.http://keepandroidopen.com/de/ Ich weiß nicht wo ich das Schreiben soll/darf/kann deshalb Schreibe ich hier. Wenn das falsche Brett, bitte verschieben. Danke. xylor
Zitat von xylor am 21. Juli 2026, 10:30 UhrEntschuldigung! Wie ich soeben bemerkte, habe ich die falsche Domain angegeben. Die richtige ist http://keepandroidopen.org/de/
Entschuldigung! Wie ich soeben bemerkte, habe ich die falsche Domain angegeben. Die richtige ist http://keepandroidopen.org/de/
Zitat von Juhu am 21. Juli 2026, 12:29 Uhrhttps://www.heise.de/news/Android-Google-nennt-Zeitplan-fuer-Entwickler-Verifizierung-und-erste-App-Stores-11338038.html
https://www.heise.de/news/Googles-neuer-Ablauf-fuer-Android-Sideloading-erfordert-Neustart-und-Wartezeit-11218646.htmlHier die Heise Links zu entsprechenden Beiträge.
Es schaut für mich eher so aus, dass Google etwas Geld haben möchte und es Apple gleich machen möchte. "Software nur über mich und zahlen..." könnte das Motto der Aktion lauten.Wie auch immer, mir persönlich wird Google zu groß und zu neugierig. Ich versuche derzeit möglich einfach Google aus meinem Umfeld zu eliminieren/minimieren.
Microsoft und Facebook sind bei mir schon abgeschalten. (inkl. Dienste wie Whatsapp, Teams etc.) Google ist da wesentlich schwerer zu verbannen.
https://www.heise.de/news/Android-Google-nennt-Zeitplan-fuer-Entwickler-Verifizierung-und-erste-App-Stores-11338038.html
https://www.heise.de/news/Googles-neuer-Ablauf-fuer-Android-Sideloading-erfordert-Neustart-und-Wartezeit-11218646.html
Hier die Heise Links zu entsprechenden Beiträge.
Es schaut für mich eher so aus, dass Google etwas Geld haben möchte und es Apple gleich machen möchte. "Software nur über mich und zahlen..." könnte das Motto der Aktion lauten.
Wie auch immer, mir persönlich wird Google zu groß und zu neugierig. Ich versuche derzeit möglich einfach Google aus meinem Umfeld zu eliminieren/minimieren.
Microsoft und Facebook sind bei mir schon abgeschalten. (inkl. Dienste wie Whatsapp, Teams etc.) Google ist da wesentlich schwerer zu verbannen.
Zitat von zebolon am 21. Juli 2026, 12:42 UhrMich stört an dem Aufruf vor allem, dass er sehr konkrete Schlüsse zieht, obwohl offenbar noch nicht alles öffentlich und im Detail belegt ist. Natürlich gibt es Hinweise darauf, dass Google die Entwickler-Verifizierung verschärfen will, aber zwischen einer bestätigten Maßnahme und den weitreichenden Folgen, die dort beschrieben werden, liegt noch ein Unterschied.
Genau deshalb wirkt das auf mich eher wie eine zugespitzte Warnung als wie eine sauber belegte Analyse. Der Trend zu mehr Kontrolle ist zwar erkennbar, aber ein Teil der Formulierungen geht mir schon deutlich in Richtung Schwarzmalerei.
Kritisch hinschauen sollte man trotzdem - nur eben mit etwas mehr Zurückhaltung bei den Schlussfolgerungen.
Mich stört an dem Aufruf vor allem, dass er sehr konkrete Schlüsse zieht, obwohl offenbar noch nicht alles öffentlich und im Detail belegt ist. Natürlich gibt es Hinweise darauf, dass Google die Entwickler-Verifizierung verschärfen will, aber zwischen einer bestätigten Maßnahme und den weitreichenden Folgen, die dort beschrieben werden, liegt noch ein Unterschied.
Genau deshalb wirkt das auf mich eher wie eine zugespitzte Warnung als wie eine sauber belegte Analyse. Der Trend zu mehr Kontrolle ist zwar erkennbar, aber ein Teil der Formulierungen geht mir schon deutlich in Richtung Schwarzmalerei.
Kritisch hinschauen sollte man trotzdem - nur eben mit etwas mehr Zurückhaltung bei den Schlussfolgerungen.
Zitat von Juhu am 22. Juli 2026, 7:42 UhrDer Stil des Schreiben spiegelt die heutige Zeit. Alles ist ein riesiges Drama, eine Katastrophe, unwiederbringlich und eine Schlagzeile auf der ersten Seite, dabei ist nur mein Fingernagel eingerissen 😉
Aber zurück zu Google, wenn man die Bedingungen liest, kommt man zum Schluss: wieso macht man es so? Es sind mehrere Hürden zu nehmen, alles für meine Sicherheit?
- Ich muss mich als Entwickler registrieren.
- Ich muss dafür zahlen.
- Ich muss meine jetzigen und zukünftigen Programme offen legen. Unabhängig was ich tun möchte und für wem ich etwas programmiere.
- Als Kunde kann ich einfach nur mehr vom Google-Store installieren.
- Als Power-User, der von einem anderen Store Software zu beziehen möchte, ...
- muss 7x auf die Nummer/Entwicklerdialog drücken.
- 24 Stunden warten
- Fragen/Hinweise beantworten.Das sind die Fakten die Google bekanntgegeben hat, ohne Verschwörungstheorie, ohne Spekulation.
Irgendwie hat es Ähnlichkeiten zu Chromebook, Da wird dein Chrombook komplett gelöscht, wenn du den Entwicklermodus einschaltes. Warum frage ich mich?
Beim Rückstieg ebenfalls. OK, da könnte vielleicht was Böses drauf sein.
Der Stil des Schreiben spiegelt die heutige Zeit. Alles ist ein riesiges Drama, eine Katastrophe, unwiederbringlich und eine Schlagzeile auf der ersten Seite, dabei ist nur mein Fingernagel eingerissen 😉
Aber zurück zu Google, wenn man die Bedingungen liest, kommt man zum Schluss: wieso macht man es so? Es sind mehrere Hürden zu nehmen, alles für meine Sicherheit?
- Ich muss mich als Entwickler registrieren.
- Ich muss dafür zahlen.
- Ich muss meine jetzigen und zukünftigen Programme offen legen. Unabhängig was ich tun möchte und für wem ich etwas programmiere.
- Als Kunde kann ich einfach nur mehr vom Google-Store installieren.
- Als Power-User, der von einem anderen Store Software zu beziehen möchte, ...
- muss 7x auf die Nummer/Entwicklerdialog drücken.
- 24 Stunden warten
- Fragen/Hinweise beantworten.
Das sind die Fakten die Google bekanntgegeben hat, ohne Verschwörungstheorie, ohne Spekulation.
Irgendwie hat es Ähnlichkeiten zu Chromebook, Da wird dein Chrombook komplett gelöscht, wenn du den Entwicklermodus einschaltes. Warum frage ich mich?
Beim Rückstieg ebenfalls. OK, da könnte vielleicht was Böses drauf sein.
Zitat von zebolon am 22. Juli 2026, 14:54 Uhr@juhu,
ich würde deinen Gedanken um einen Aspekt ergänzen: Genau diese Entwicklung zeigt, dass es höchste Zeit ist, dass Europa das Thema digitale Souveränität endlich ernsthaft angeht - und zwar nicht nur mit Einzelprojekten und Bastel‑ROMs, sondern mit einem tatsächlich strategisch angelegten mobilen Betriebssystem.
Die bisherigen Ansätze wie /e/OS, LineageOS, GrapheneOS, Sailfish OS, Ubuntu Touch usw. sind alle wichtig, weil sie zeigen, was technisch möglich ist und wie ein Google‑freieres oder echtes Linux‑Phone aussehen kann. Aber sie bleiben am Ende doch Nischen oder Enthusiasten‑Projekte und hängen meist weiterhin am Android‑Unterbau oder an fragiler Hardwareunterstützung. Aus europäischer Sicht ist das bestenfalls ein Zwischenzustand, aber kein tragfähiges Fundament für Behörden, Unternehmen und die breite Masse.
Wenn man Googles Kurs bei Sideloading und Entwickler‑Verifizierung konsequent zu Ende denkt, ist klar: Entweder wir überlassen die mobile Infrastruktur dauerhaft ein paar US‑Konzernen (und teilweise China mit HarmonyOS), oder wir schaffen es, ein europäisches Mobil‑OS mit klaren Anforderungen aufzubauen - offen, überprüfbar, aber nicht bloß als Spielwiese für Nerds, sondern als ernstzunehmende Plattform für Verwaltung, Wirtschaft und Alltag. HarmonyOS und Ableger wie Open Harmony/Oniro zeigen immerhin, dass man so etwas technisch auf die Beine stellen kann. Die Frage ist, warum wir in Europa nicht den Anspruch haben, Ähnliches aus eigener Kraft und unter unseren Rahmenbedingungen zu entwickeln...
Insofern stimme ich dir zu: Googles neue Hürden sind nicht nur lästig für Power‑User, sie sind auch ein weiterer Hinweis darauf, dass „weiter so“ mit Android und iOS für Europa keine langfristige Strategie sein kann. Statt nur auf jeden neuen ’Trick’ von Google zu reagieren, wäre es sinnvoller, ein eigenes mobiles Ökosystem mit klaren Governance‑ und Sicherheitsmodellen auf die Beine zu stellen und die bestehenden Projekte nicht als Bastel Lösungen zu belächeln, sondern als Bausteine und Erfahrungsquelle dafür zu nutzen.
ich würde deinen Gedanken um einen Aspekt ergänzen: Genau diese Entwicklung zeigt, dass es höchste Zeit ist, dass Europa das Thema digitale Souveränität endlich ernsthaft angeht - und zwar nicht nur mit Einzelprojekten und Bastel‑ROMs, sondern mit einem tatsächlich strategisch angelegten mobilen Betriebssystem.
Die bisherigen Ansätze wie /e/OS, LineageOS, GrapheneOS, Sailfish OS, Ubuntu Touch usw. sind alle wichtig, weil sie zeigen, was technisch möglich ist und wie ein Google‑freieres oder echtes Linux‑Phone aussehen kann. Aber sie bleiben am Ende doch Nischen oder Enthusiasten‑Projekte und hängen meist weiterhin am Android‑Unterbau oder an fragiler Hardwareunterstützung. Aus europäischer Sicht ist das bestenfalls ein Zwischenzustand, aber kein tragfähiges Fundament für Behörden, Unternehmen und die breite Masse.
Wenn man Googles Kurs bei Sideloading und Entwickler‑Verifizierung konsequent zu Ende denkt, ist klar: Entweder wir überlassen die mobile Infrastruktur dauerhaft ein paar US‑Konzernen (und teilweise China mit HarmonyOS), oder wir schaffen es, ein europäisches Mobil‑OS mit klaren Anforderungen aufzubauen - offen, überprüfbar, aber nicht bloß als Spielwiese für Nerds, sondern als ernstzunehmende Plattform für Verwaltung, Wirtschaft und Alltag. HarmonyOS und Ableger wie Open Harmony/Oniro zeigen immerhin, dass man so etwas technisch auf die Beine stellen kann. Die Frage ist, warum wir in Europa nicht den Anspruch haben, Ähnliches aus eigener Kraft und unter unseren Rahmenbedingungen zu entwickeln...
Insofern stimme ich dir zu: Googles neue Hürden sind nicht nur lästig für Power‑User, sie sind auch ein weiterer Hinweis darauf, dass „weiter so“ mit Android und iOS für Europa keine langfristige Strategie sein kann. Statt nur auf jeden neuen ’Trick’ von Google zu reagieren, wäre es sinnvoller, ein eigenes mobiles Ökosystem mit klaren Governance‑ und Sicherheitsmodellen auf die Beine zu stellen und die bestehenden Projekte nicht als Bastel Lösungen zu belächeln, sondern als Bausteine und Erfahrungsquelle dafür zu nutzen.
Zitat von Juhu am 24. Juli 2026, 22:17 UhrIch wollte solche Überlegungen nicht so offen darlegen, da einige Dinge dem widersprechen. Wenn ich eine "Europäische Lösung" anstrebe, wer soll die den machen? Brüssel?
Als Vorgabe für Telefone? Nein danke, dann bin ich wieder bei Google, Apple oder China nur wäre es diesmal Brüssel.Und ohne etwas wie Google hätte ich wieder ein Bastelprojekt.
Also brauchen wir Randbedingungen in denen dann ein Pflänzchen gedeihen kann. Eine solche Bedingung könnte sein, dass ich auf jedes Handy beliebigen Code aufspielen kann. Apple-Rom darf alternativ zu Android-Rom laufen. Ähnlich dem Boot-Vorgang eines PCs, heute boote ich Android, morgen KaiOS übermorgen Ubuntu.
Aber dann bin ich aufgewacht......
Ich wollte solche Überlegungen nicht so offen darlegen, da einige Dinge dem widersprechen. Wenn ich eine "Europäische Lösung" anstrebe, wer soll die den machen? Brüssel?
Als Vorgabe für Telefone? Nein danke, dann bin ich wieder bei Google, Apple oder China nur wäre es diesmal Brüssel.
Und ohne etwas wie Google hätte ich wieder ein Bastelprojekt.
Also brauchen wir Randbedingungen in denen dann ein Pflänzchen gedeihen kann. Eine solche Bedingung könnte sein, dass ich auf jedes Handy beliebigen Code aufspielen kann. Apple-Rom darf alternativ zu Android-Rom laufen. Ähnlich dem Boot-Vorgang eines PCs, heute boote ich Android, morgen KaiOS übermorgen Ubuntu.
Aber dann bin ich aufgewacht......
Zitat von Bastian72.bm@gmail.com am 29. Juli 2026, 16:37 UhrZitat von xylor am 20. Juli 2026, 19:23 UhrSchon mitgekriegt? Was soll man davon halten? Nur ein Sturm im Wasserglas, eine Drohung, oder ein Ausblick auf eine schöne neue Welt.http://keepandroidopen.com/de/ Ich weiß nicht wo ich das Schreiben soll/darf/kann deshalb Schreibe ich hier. Wenn das falsche Brett, bitte verschieben. Danke. xylor
Hab mir jetzt die verlinkte Homepage und den ersten der beiden Heiseartikel durchgelesen. Ich seh das deutlich differenzierter und empfehle eine rationalere Betrachtung. Ich erwähne mal stichwortartig Aspekte, die ich persönlich wichtig finde:
1. Ich nutze derzeit ein Xiaomi, da das Modell Sicherheits-Updates bis mindestens 2030 unterstützt und halbwegs erschwinglich war. Da ist es schon Schwerstarbeit, sämtliche Werbung in Systemapps zu unterbinden, kombiniert mit deren hauseigenem App-Store "GetApps" hab ich jedes mal Sorge, mir irgendeinen Dreck aufs Handy zu ziehen. Die Schutzfunktion "Apps nur aus dem Google-Appstore laden" ist ja bei Sideloads über "GetApps" reine Augenwischerei. Wenn in Zukunft ALLE Entwickler und ihre Apps in "GetApps" zwingend von Google verifiziert sein müssen, nimmt das dem Ganzen schon etwas Bedrohungspotential.
2. Ich finde die Page http://keepandroidopen.org/de/ mit ihrem oberflächlichen Informationsgehalt überwiegend alarmistisch und emotionalisierend. Zudem empfinde ich die Darstellung, wie man die Sperre ja weiterhin umgehen kann, als tendentiös, denn es wird AKTIV verschwiegen, dass man dieses Verfahren NUR einmal durchführen muss. Einem Käufer eines neuen Android-Handys kann man durchaus 24 Stunden Bedenkzeit zumuten, sich Gedanken über Vorteile und Risiken von Sideloads zu machen, ehe er tatsächlich was separat installiert. Und es sind ja nicht nur Milliarden naive PC-Nutzer im Internet unterwegs, die Anzahl komplett unbedarfter Android-User multipliziert mit der Anzahl veralteter Android-Handys weltweit dürfte drastisch höher sein, inkl. der daraus resultierenden Sicherheitslücken. Sicherheitskritische Anwendungen und Digitalisierung aller möglichen Bereiche nehmen ja exponentiell zu, inkl. dem Gebrauch von Handys zu diesen Zwecken. Und die Selbsteinschätzung vieler User zum Sicherheitsverhalten unter PCs und Android-Handys klaffen im Grunde dramatisch auseinander.
3. Die ganze Gegenkampagne http://keepandroidopen.org/de/ ist eine legitime politische Lobbykampagne betroffener Alternativstores, die sich primär an Entwickler richtet, auf die die Stores angewiesen sind. Dass der Alarmismus von Seiten der Stores nicht völlig deckungsgleich mit den Interessen von sicherheitsbewussten Android-Usern sein muss, dürfte bei weiterer Recherche durchaus nachvollziehbar werden. Im Grunde wäre ja kein Entwickler daran gehindert, zusätzlich zu der verifizierten Freigabe seiner Apps auf Google diese auch bei Alternativ-Stores zu hosten. Darum geht es den Alternativ-Stores aber gar nicht, sie empfehlen Entwicklern, sich NICHT bei Google zu registrieren. Dass die ganze Kampagne dazu führt, dass Google einen Rückzieher macht, ist völlig unwahrscheinlich. Was soll das Ganze also überhaupt bringen?
4. Wenn zukünftig nur noch registrierte Entwickler mit verifizierter Identität und Zahlung von einmalig 25 Euro an Google im Google Play Store (und angeschlossenen Stores wie GetApps) veröffentlichen dürfen, gehe ich davon aus, dass sich das Malewareaufkommen bzw. das Einschleusen von Malware über Downloads aus an sich unverdächtigen Apps dort DEUTLICH reduzieren wird. Ich war zwar nie betroffen, aber es gibt ja nicht grad selten Meldungen. Und Malware auf einem veralteten Android-Handy hat nochmal dramatischere Konsequenzen als wenn das Gerät up-to-date wäre. Über die Hälfte aller genutzten Geräte sind aber schon völlig veraltete Android-Systeme, wirklich aktuell max. 25% aller Geräte. Alle Maßnahmen, die die Sicherheit erhöhen, finde ich als Endanwender POSITIV (auch wenn es mich nervt, dass die Updates-Hardwarekoppelung den User zum Neukauf von Geräten zwingt und alternative Custom-ROMs nur Nischen auffüllen können, da keine große Modellauswahl unterstützt wird und das Thema Gerätesicherheit dadurch auch nicht zwingend besser wird, wenn grundsätzlich Apps anderswo bezogen werden müssen).
Zitat von xylor am 20. Juli 2026, 19:23 UhrSchon mitgekriegt? Was soll man davon halten? Nur ein Sturm im Wasserglas, eine Drohung, oder ein Ausblick auf eine schöne neue Welt.http://keepandroidopen.com/de/ Ich weiß nicht wo ich das Schreiben soll/darf/kann deshalb Schreibe ich hier. Wenn das falsche Brett, bitte verschieben. Danke. xylor
Hab mir jetzt die verlinkte Homepage und den ersten der beiden Heiseartikel durchgelesen. Ich seh das deutlich differenzierter und empfehle eine rationalere Betrachtung. Ich erwähne mal stichwortartig Aspekte, die ich persönlich wichtig finde:
1. Ich nutze derzeit ein Xiaomi, da das Modell Sicherheits-Updates bis mindestens 2030 unterstützt und halbwegs erschwinglich war. Da ist es schon Schwerstarbeit, sämtliche Werbung in Systemapps zu unterbinden, kombiniert mit deren hauseigenem App-Store "GetApps" hab ich jedes mal Sorge, mir irgendeinen Dreck aufs Handy zu ziehen. Die Schutzfunktion "Apps nur aus dem Google-Appstore laden" ist ja bei Sideloads über "GetApps" reine Augenwischerei. Wenn in Zukunft ALLE Entwickler und ihre Apps in "GetApps" zwingend von Google verifiziert sein müssen, nimmt das dem Ganzen schon etwas Bedrohungspotential.
2. Ich finde die Page http://keepandroidopen.org/de/ mit ihrem oberflächlichen Informationsgehalt überwiegend alarmistisch und emotionalisierend. Zudem empfinde ich die Darstellung, wie man die Sperre ja weiterhin umgehen kann, als tendentiös, denn es wird AKTIV verschwiegen, dass man dieses Verfahren NUR einmal durchführen muss. Einem Käufer eines neuen Android-Handys kann man durchaus 24 Stunden Bedenkzeit zumuten, sich Gedanken über Vorteile und Risiken von Sideloads zu machen, ehe er tatsächlich was separat installiert. Und es sind ja nicht nur Milliarden naive PC-Nutzer im Internet unterwegs, die Anzahl komplett unbedarfter Android-User multipliziert mit der Anzahl veralteter Android-Handys weltweit dürfte drastisch höher sein, inkl. der daraus resultierenden Sicherheitslücken. Sicherheitskritische Anwendungen und Digitalisierung aller möglichen Bereiche nehmen ja exponentiell zu, inkl. dem Gebrauch von Handys zu diesen Zwecken. Und die Selbsteinschätzung vieler User zum Sicherheitsverhalten unter PCs und Android-Handys klaffen im Grunde dramatisch auseinander.
3. Die ganze Gegenkampagne http://keepandroidopen.org/de/ ist eine legitime politische Lobbykampagne betroffener Alternativstores, die sich primär an Entwickler richtet, auf die die Stores angewiesen sind. Dass der Alarmismus von Seiten der Stores nicht völlig deckungsgleich mit den Interessen von sicherheitsbewussten Android-Usern sein muss, dürfte bei weiterer Recherche durchaus nachvollziehbar werden. Im Grunde wäre ja kein Entwickler daran gehindert, zusätzlich zu der verifizierten Freigabe seiner Apps auf Google diese auch bei Alternativ-Stores zu hosten. Darum geht es den Alternativ-Stores aber gar nicht, sie empfehlen Entwicklern, sich NICHT bei Google zu registrieren. Dass die ganze Kampagne dazu führt, dass Google einen Rückzieher macht, ist völlig unwahrscheinlich. Was soll das Ganze also überhaupt bringen?
4. Wenn zukünftig nur noch registrierte Entwickler mit verifizierter Identität und Zahlung von einmalig 25 Euro an Google im Google Play Store (und angeschlossenen Stores wie GetApps) veröffentlichen dürfen, gehe ich davon aus, dass sich das Malewareaufkommen bzw. das Einschleusen von Malware über Downloads aus an sich unverdächtigen Apps dort DEUTLICH reduzieren wird. Ich war zwar nie betroffen, aber es gibt ja nicht grad selten Meldungen. Und Malware auf einem veralteten Android-Handy hat nochmal dramatischere Konsequenzen als wenn das Gerät up-to-date wäre. Über die Hälfte aller genutzten Geräte sind aber schon völlig veraltete Android-Systeme, wirklich aktuell max. 25% aller Geräte. Alle Maßnahmen, die die Sicherheit erhöhen, finde ich als Endanwender POSITIV (auch wenn es mich nervt, dass die Updates-Hardwarekoppelung den User zum Neukauf von Geräten zwingt und alternative Custom-ROMs nur Nischen auffüllen können, da keine große Modellauswahl unterstützt wird und das Thema Gerätesicherheit dadurch auch nicht zwingend besser wird, wenn grundsätzlich Apps anderswo bezogen werden müssen).