{"id":818,"date":"2023-09-03T17:52:13","date_gmt":"2023-09-03T15:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/linux-bibel.at\/?p=818"},"modified":"2023-09-03T17:52:14","modified_gmt":"2023-09-03T15:52:14","slug":"ist-linux-von-daemonen-besessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linux-bibel.at\/index.php\/2023\/09\/03\/ist-linux-von-daemonen-besessen\/","title":{"rendered":"Ist Linux von D\u00e4monen besessen?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein, nat\u00fcrlich nicht!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber was sind dann diese\u00a0<em>daemons<\/em>? Es handelt sich dabei um (Hintergrund-)Prozesse! Und was das ist schauen wir uns unten genauer an &#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/dark-art-demon.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-819\" style=\"width:700px;height:467px\" width=\"700\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/dark-art-demon.jpg 900w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/dark-art-demon-300x200.jpg 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/dark-art-demon-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Begriffserkl\u00e4rung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Linux-Anf\u00e4nger werden etwas nerv\u00f6s, wenn sie erfahren, dass auf ihrem Rechner ein &#8222;D\u00e4mon&#8220; aktiv ist. Ruhig durchatmen und entspannen &#8211; es ist alles OK! Es handelt sich um ein &#8222;dienstbares&#8220; Programm um den Benutzer zu entlasten, das ohne besonders gerufen worden zu sein, im Hintergrund Aufgaben \u00fcbernimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber was hat das mit einem &#8222;D\u00e4mon&#8220; zu tun? Nichts, rein gar nichts! Einen&nbsp;<em>daemon<\/em>&nbsp;in deutscher \u00dcbersetzung als &#8222;D\u00e4mon&#8220; zu bezeichnen ist m. E. ein reiner \u00dcbersetzungsfehler. Es erscheint so logisch daemon = D\u00e4mon, aber denken wir doch mal kurz an unseren Englischunterricht zur\u00fcck. Damals haben wir gelernt, das englische Wort f\u00fcr D\u00e4mon ist &#8218;demon&#8216;. Nanu, da fehlt ja ein &#8218;a&#8216; &#8211; richtig!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die W\u00f6rter &#8218;daemon&#8216; und &#8218;demon&#8216; bedeuten im Englischen eben nicht dasselbe. Das `daemon`ist die lateinisierte Version des altgriechischen \u03b4\u03b1\u03af\u03bc\u03c9\u03bd (da\u00edm\u014dn). In der griechischen Mythologie ist ein Daimon ein den Menschen begleitender Geist, der st\u00e4ndig da ist und den Menschen unterst\u00fctzt. Ein &#8222;dienstbarer Geist&#8220; sozusagen. Der `demon`ist der &#8222;b\u00f6se Geist&#8220;, der im Deutschen &#8222;D\u00e4mon&#8220; hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den meisten Linux-Projekten wird der &#8222;dienstbare Geist&#8220; im Deutschen schlicht als &#8222;Dienst&#8220; bezeichnet. Er ist damit auch der in der Windows-Welt verwendeten Bezeichnung &#8222;Systemdienst&#8220; angen\u00e4hert. Ich werde ihn daher ab jetzt auch durchg\u00e4ngig als &#8222;Dienst&#8220; bezeichnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist bei Linux ein Dienst?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dienste arbeiten hart im Hintergrund, damit der Benutzer entlastet wird. Stellen Sie sich vor, Sie schreiben an einem Artikel, einem Blog-Beitrag oder einem Buch. Es ist doch nett, wenn Sie sich darauf konzentrieren k\u00f6nnen und nicht manuell den Druckerdienst und die Netzwerkdienste starten und \u00fcberwachen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Dienst ist ein Werkzeug, das leise im Hintergrund l\u00e4uft und bestimmte Bereiche des Systems \u00fcberwacht und steuert, damit das Gesamtsystem richtig l\u00e4uft. Ein Drucker-Dienst \u00fcberwacht und steuert die Druckerkommunikation. Ein Netzwerkdienst \u00fcberwacht und steuert die Netzwerkkommunikation, und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dienste f\u00fchren gewisse Aufgaben zu vorbestimmten Zeiten oder als Reaktion auf gewisse Ereignisse aus. Es gibt viele Dienste, die auf Linux-Systemen laufen. Jeder hat die Aufgabe \u00fcber sein ganz spezielles St\u00fcck des Systems zu wachen. Da sie nicht unter der direkten Kontrolle des Benutzers stehen, sind sie praktisch unsichtbar, aber trotzdem unersetzlich. Da sie die Masse an Arbeit im Hintergrund erledigen, k\u00f6nnen sie etwas undurchsichtig wirken und eventuell ist es schwierig zu durchschauen, was sie genau tun.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche Dienste laufen gerade auf dem System?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die laufenden Dienste zu ermitteln, schauen Sie nach Prozessen, die auf den Buchstaben&nbsp;<em>d<\/em>&nbsp;enden. Es ist unter Linux eine Konvention, dass der Name eines Dienstes auf&nbsp;<em>d<\/em>&nbsp;endet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt viele M\u00f6glichkeiten einen Blick auf laufende Dienste zu werfen. Sie sind in den Listen der laufenden Prozesse \u00fcber&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.selflinux.org\/selflinux\/html\/prozessverwaltung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>ps, top<\/em><\/a>&nbsp;oder&nbsp;<em>htop<\/em>&nbsp;ersichtlich. Alles n\u00fctzliche Programme f\u00fcr ihren Zweck, aber um alle laufenden Dienste auf dem System zu sehen wird uns der Befehl&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.selflinux.org\/selflinux\/html\/prozessverwaltung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>pstree<\/em><\/a>&nbsp;besser helfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der\u00a0<em>pstree<\/em>-Befehl ist ein handliches kleines Werkzeug, dass die aktuell laufenden Prozesse in Form eines Baumdiagramms zeigt. \u00d6ffnen Sie ein Terminal und geben Sie folgenden Befehl ein:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>pstree<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sehen nun eine vollst\u00e4ndige Liste aller laufenden Prozesse. Sie werden nicht unbedingt wissen was einige dieser Prozesse sind und was sie machen. Aber die Ausgabe von\u00a0<em>pstree<\/em>\u00a0gibt einen recht guten \u00dcberblick dar\u00fcber was auf dem System los ist. Und es ist viel los!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"725\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/daemon_pstree1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-820\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/daemon_pstree1.png 800w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/daemon_pstree1-300x272.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/daemon_pstree1-768x696.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Bildschirmfoto k\u00f6nnen wir ein paar Dienste erkennen:&nbsp;<strong>udisksd, gvfsd, systemd, logind<\/strong>&nbsp;und ein paar andere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Liste der Prozesse war zu lang um auf den Bildschirm zu passen. Aber wir k\u00f6nnen nat\u00fcrlich mit der Maus oder den Pfeiltasten wieder nach oben bl\u00e4ttern:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"725\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/daemon_pstree2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-821\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/daemon_pstree2.png 800w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/daemon_pstree2-300x272.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/daemon_pstree2-768x696.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Exkurs: Was ist ein Prozess?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben gesagt, ein Dienst sei ein Hintergrundprozess und auch allgemein von &#8222;Prozessen&#8220; gesprochen. Aber was sind Prozesse eigentlich?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter einem Prozess versteht man ein Programm, das im Augenblick geladen ist und idR auch l\u00e4uft. Linux unterscheidet &#8211; wie in der ganzen Unix-Welt &#8211; strikt zwischen den Begriffen &#8222;Programm&#8220; und &#8222;Prozess&#8220;. Ein Programm ist die auf Festplatte, USB-Stick, etc. gespeicherte Struktur aus Befehlen in einer Programmiersprache (bzw. auch in Maschinensprache). Zum Prozess wird das Programm dadurch, dass es gestartet und damit in den Arbeitsspeicher geladen wird. Startet man ein Programm mehrmals, ist jede Instanz des Programms ein eigener Prozess. Auch die einzelnen Reiter vieler Webbrowser sind eigene Prozesse. Jeder Prozess verf\u00fcgt \u00fcber eine eindeutige Nummer (die Prozess-ID; PID) \u00fcber die der Prozess ansprechbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prozesse k\u00f6nnen entweder laufen (R), schlafen (S), sie sind tot (D), angehalten (T) oder ein Zombie (Z). Zombies sind Prozesse, die eigentlich schon beendet sein sollten, aber immer noch auf irgendetwas warten. Sie k\u00f6nnen immer mal wieder vorkommen und stellen keinen Grund zur Besorgnis dar, solange sie nicht in Mengen auftreten und es sich nicht um viele Zombies mit gleichem Namen handelt. Der Status wird bei Aufruf mit&nbsp;<em>ps -ax<\/em>&nbsp;mit den Buchstaben in Klammern angezeigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Linux unterscheidet drei Typen von Prozessen: Interaktive Prozesse, Stapelverarbeitungs-Prozesse und Dienste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interaktive Prozesse sind vom Benutzer aktiv \u00fcber die Befehlszeile gestartete Prozesse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stapelverarbeitungs-Prozesse werden nicht direkt \u00fcber die Befehlszeile gestartet und liegen in Form einer Warteschlange vor. Stellen Sie sich diese als ein &#8222;Gruppe von Aufgaben&#8220; vor, die zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt ausgef\u00fchrt werden sollen. \u00dcblicherweise, wenn die Auslastung des Systems niedrig ist. Ein Systemadministrator eines Netzwerkes kann z. B. umfangreichere Analysen des Systems \u00fcber Nacht laufen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interaktive Prozesse und Prozesse aus der Warteschlange sind keine Dienste obwohl sie auch im Hintergrund laufen und \u00dcberwachungsaufgaben erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Der entscheidende Unterschied ist, dass diese beiden Prozessarten einen menschlichen Eingriff \u00fcber irgendeinen Art von Befehl ben\u00f6tigen. Dienste ben\u00f6tigen dieses nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Dienste starten und vermehren<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wissen nun, dass ein Dienst ein Programm ist, dass als Hintergrundprozess l\u00e4uft. Es befindet sich nicht unter der direkten Kontrolle eines Benutzers. Bei Abschluss des Systemstarts erzeugt der Initialiserungsprozess die Dienste \u00fcber eine Methode die &#8222;forking&#8220; genannt wird. F\u00fcr den Start ist kein Terminal n\u00f6tig. Man sagt daher auch &#8222;ein Dienst hat kein Terminal&#8220;. Der Befehl&nbsp;<em>ps -ax<\/em>&nbsp;beispielsweise gibt als zugeh\u00f6riges Terminal ein &#8222;?&#8220; aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich kann hier nicht allzu tief ins Detail gehen, sondern m\u00f6chte nur einen kurzen \u00dcberblick geben, was beim &#8222;forking&#8220; geschieht. Auch wenn es grunds\u00e4tzlich andere Methoden g\u00e4be wird in Linux traditionell ein neuer Prozess erzeugt indem ein Bestehender kopiert wird. Auf diese Weise wird ein Kindprozess erzeugt. Anschlie\u00dfend wird aus dem Prozess heraus das neue Programm aufgerufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff &#8222;fork&#8220; ist dabei nicht willk\u00fcrlich gew\u00e4hlt. Er erh\u00e4lt seinen Namen von der Programmiersprache&nbsp;<strong>C<\/strong>. Eine der Bibliotheken, die&nbsp;<strong>C<\/strong>&nbsp;nutzt nennt sich Standard-Bibliothek und enth\u00e4lt eine Methode namens &#8222;fork&#8220;. Dieses &#8222;fork&#8220; wird verwendet um neue Prozesse zu erzeugen. Der Prozess, der &#8222;fork&#8220; aufruft wird Elternprozess des neu erzeugten Kindprozesses genannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Prozess, der die Dienste erzeugt, ist der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Init\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Initialiserungsprozess<\/a>&nbsp;(genannt&nbsp;<em>init<\/em>). Er &#8222;forked&#8220; sich selbst um weitere Prozesse zu erzeugen. Auf diesem Wege wird&nbsp;<em>init<\/em>&nbsp;zum obersten Elternprozess. \u00dcblicherweise hat&nbsp;<em>init<\/em>&nbsp;die Prozess-ID 1.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt noch einen weiteren Weg einen Dienst zu erzeugen. Ein beliebiger Prozess kann den Dienst als Kindprozess \u00fcber &#8222;fork&#8220; erzeugen und dann selbst &#8222;sterben&#8220;. Wenn der Elternprozess stirbt wird der Kindprozess zur &#8222;Waise&#8220;. &#8222;Waisen&#8220; werden automatisch vom&nbsp;<em>init<\/em>-Prozess adoptiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist der Grund warum Dienste eine Elternprozess-ID von 1 haben. Entweder wurden sie beim Systemstart von&nbsp;<em>init<\/em>&nbsp;erzeugt oder sie wurden sp\u00e4ter von&nbsp;<em>init<\/em>&nbsp;adoptiert nachdem ihr Elternprozess gestorben war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bitte die &#8222;Waisen&#8220; nicht mit einem &#8222;Zombie&#8220; verwechseln. Bei einem Zombie hat der Kindprozess seine Aufgabe bereits erf\u00fcllt und wartet auf R\u00fcckmeldung von Elternprozess.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beispiele f\u00fcr Linux-Dienste<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn ich mich wiederhole, aber die einfachst Art einen Dienst zu erkennen ist nach einem Prozess zu suchen, der auf `d`endet. Im Folgenden nun ein paar Beispiel von Diensten, die auf Ihrem System laufen k\u00f6nnten. Sie werden sehen, dass Dienste jeweils eine bestimmt Aufgabe erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Systemd\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>systemd<\/strong><\/a>&nbsp;&#8211; auf heutigen Linux-Systemen der verbreitetste init-Prozess.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>rsyslogd<\/strong>&nbsp;&#8211; dient dazu Systemmeldungen mitzuschreiben. Es ist eine neuere Version von&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.selflinux.org\/selflinux\/html\/syslog.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>syslogd<\/strong><\/a>&nbsp;mit zahlreichen zus\u00e4tzlichen Funktionen. Er erm\u00f6glicht das mitschreiben sowohl auf lokalen Systemen als auch auf entfernten Systemen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>udisksd<\/strong>&nbsp;&#8211; ist zust\u00e4ndig f\u00fcr das Einbinden, Formatieren, Entfernen und Abfragen von Festplatten oder USB-Laufwerken.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>logind<\/strong>&nbsp;&#8211; ein kleiner Dienst, der die Anmeldungen der Benutzer verwaltet.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>httpd<\/strong>&nbsp;&#8211; der Dienst zur Verwaltung der HTTP-Dienste. Er wird normalerweise von der HTTP-Server-Software wie z. B.&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apache_HTTP_Server\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Apache<\/a>&nbsp;gestartet.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>sshd<\/strong>&nbsp;&#8211; der Dienst zum Zugriff auf einen entfernten Rechner mittels&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Secure_Shell\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Secure Shell<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>ftpd<\/strong>&nbsp;&#8211; der Dienst zum Verwalten des&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/File_Transfer_Protocol\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">File Transfer Protocol<\/a>&nbsp;(FTP).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>crond<\/strong>\u00a0&#8211; der Dienst erledigt vom Benutzer definierte Aufgaben in frei w\u00e4hlbaren Zeitabst\u00e4nden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Artikel ist eine zum Teil stark erweiterte \u00dcbersetzung eines Artikels von\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/itsfoss.com\/author\/bill\/\" target=\"_blank\">Bill Dyer<\/a>\u00a0und erschien zuerst auf\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/itsfoss.com\/linux-daemons\/\" target=\"_blank\">It&#8217;s FOSS<\/a>. Der hier verwendete deutsche Text erschien zuerst auf\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ingmar-koch.de\/de\/blog\/daemon\/\" target=\"_blank\">BlogLinux<\/a>\u00a0Lizenz:\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/deed.de\" target=\"_blank\">CC BY-SA 4.0<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-green-cyan-color has-text-color wp-block-paragraph\">Verfasst von ikoch<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-custom\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"Gef\u00e4llt mir\" data-post-id=\"818\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                            <img src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Daumen-Hoch.png\" alt=\"Gef\u00e4llt mir\" \/>\r\n            <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"Gef\u00e4llt mir nicht\" data-post-id=\"818\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                            <img src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Daumen-Runter.png\" alt=\"Gef\u00e4llt mir nicht\" \/>\r\n            <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, nat\u00fcrlich nicht! 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