{"id":25307,"date":"2026-10-17T16:20:48","date_gmt":"2026-10-17T14:20:48","guid":{"rendered":"https:\/\/linux-bibel.at\/?p=25307"},"modified":"2026-10-17T16:24:34","modified_gmt":"2026-10-17T14:24:34","slug":"patchy-ein-freier-bildeditor-mit-fokus-auf-psd-kompatibilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linux-bibel.at\/index.php\/2026\/10\/17\/patchy-ein-freier-bildeditor-mit-fokus-auf-psd-kompatibilitaet\/","title":{"rendered":"Patchy &#8211; Ein freier Bildeditor mit Fokus auf PSD-Kompatibilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Patchy<\/strong> ist ein freier, quelloffener Bildeditor f\u00fcr Windows, macOS, Linux und Workaround im Browser. Das Projekt von Seth A. Robinson richtet sich besonders an Anwender, die mit geschichteten Photoshop-Dateien arbeiten und dabei Text, Vektoren, Masken, Ebenenstile und Smart Objects m\u00f6glichst bearbeitbar halten m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_0.jpg\" rel=\"lightbox-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_0-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25308\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_0-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_0-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_0-150x84.jpg 150w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_0-300x169.jpg 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_0-768x432.jpg 768w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_0.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Patchy versteht sich nicht als 1:1-Klon von Adobe Photoshop, sondern als eigenst\u00e4ndiger Bildeditor mit vertrauten Arbeitsabl\u00e4ufen und Tastenkombinationen. Der Schwerpunkt liegt auf einer pr\u00e4zisen PSD- und PSB-Kompatibilit\u00e4t: Ebenen, Gruppen, Masken, Schnittmasken, Mischmodi, Ebenenstile, Text und Smart Objects sollen beim \u00d6ffnen und Speichern erhalten bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Photoshop-Kompatibilit\u00e4t bietet Patchy Funktionen f\u00fcr Fotobearbeitung, Grafik, Pixel Art und Spiel-Assets. Dazu z\u00e4hlen nicht-destruktive Anpassungsebenen, Smart Filter, druckempfindliche Pinsel, Retusche-Werkzeuge, Vektorpfade, Textebenen, SVG-Import, DDS-Texturen sowie Export in Formate wie PNG, TIFF, JPEG, WebP, AVIF, JPEG XL und PDF.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:26px\">Wof\u00fcr wird Patchy verwendet?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Editor eignet sich vor allem f\u00fcr Anwender, die vorhandene PSD-Dateien weiterbearbeiten m\u00f6chten, ohne auf Photoshop angewiesen zu sein. Das ist besonders relevant f\u00fcr Grafikdesign, Print-Vorlagen, Web-Grafiken, Icons, Fotomontagen und die Aufbereitung von Assets f\u00fcr Spiele.<br>Auch der Umgang mit Affinity-Dateien ist m\u00f6glich: Patchy kann .af, .afphoto, .afdesign und .afpub importieren und dabei bearbeitbaren Text, Vektoren, Masken sowie unterst\u00fctzte Effekte erhalten. F\u00fcr den Druckbereich gibt es CMYK-Proofing sowie CMYK-Export als JPEG, TIFF und PDF; die eigentliche Bildbearbeitung bleibt jedoch im RGB-Farbraum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr technische und kreative Workflows sind zudem die JavaScript-Skriptunterst\u00fctzung, Stapelverarbeitung, Kommandozeilenwerkzeuge und die G\u2019MIC-Filterbibliothek mit nahezu 400 Filtern interessant. Die Desktop-Version bietet dabei mehr Funktionen als die Browser-Variante.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:26px\">Installation unter Linux<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:20px\">Flatpak: Empfohlene Variante<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Flatpak-Installation erfolgt ohne Root-Rechte und integriert Patchy ins Anwendungsmen\u00fc. Der Befehl l\u00e4dt Patchy aus dem Repository des Entwicklers und bezieht das ben\u00f6tigte KDE-Runtime von Flathub:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>flatpak install --user -y https:\/\/rtsoft.com\/flatpak\/com.rtsoft.patchy.flatpakref<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anschlie\u00dfend l\u00e4sst sich Patchy \u00fcber das Anwendungsmen\u00fc oder direkt im Terminal starten:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>flatpak run com.rtsoft.patchy<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Updates erfolgen zusammen mit den \u00fcbrigen Flatpaks:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>flatpak update<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:20px\">AppImage: Portabel und schnell testbar<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das AppImage ist eine einzelne ausf\u00fchrbare Datei und eignet sich gut, um Patchy ohne Systeminstallation auszuprobieren. Es sollte in einem beschreibbaren Ordner liegen, etwa ~\/Applications, da die integrierte Selbstaktualisierung die Datei ersetzen k\u00f6nnen soll. <\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>mkdir -p ~\/Applications &amp;&amp; cd ~\/Applications\nwget -O PatchyLinux.AppImage https:\/\/github.com\/SethRobinson\/Patchy\/releases\/latest\/download\/PatchyLinux.AppImage\nchmod +x PatchyLinux.AppImage\n.\/PatchyLinux.AppImage<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das AppImage ben\u00f6tigt FUSE 3. Falls es sich nicht starten l\u00e4sst, kann das Paket je nach Distribution aus den jeweiligen Repo installiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:26px\">Erste Anwendung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Start \u00f6ffnet sich eine Oberfl\u00e4che, die sich an Photoshop orientiert: links die Werkzeugpalette, oben die Optionen des aktiven Werkzeugs und rechts Panels f\u00fcr Ebenen, Farben und weitere Funktionen. Wer bereits mit Photoshop gearbeitet hat, findet daher bekannte Bedienmuster vor.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_2.jpg\" rel=\"lightbox-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_2-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25311\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_2-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_2-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_2-150x84.jpg 150w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_2-300x169.jpg 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_2-768x432.jpg 768w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/patchy_2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein sinnvoller Einstieg ist das \u00d6ffnen einer vorhandenen PSD-Datei \u00fcber Datei &gt; \u00d6ffnen. Patchy zeigt dabei, ob Textebenen, Masken, Smart Objects und Ebeneneffekte erhalten geblieben sind. F\u00fcr einen ersten Test eignet sich eine Datei mit mehreren Ebenen, einem Textobjekt und mindestens einer Maske.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr eine neue Grafik legt man \u00fcber Datei &gt; Neu ein Dokument an, w\u00e4hlt Gr\u00f6\u00dfe und Hintergrund und arbeitet anschlie\u00dfend mit Ebenen. Praktisch ist, Anpassungen nicht direkt auf das Bild anzuwenden, sondern Anpassungsebenen zu verwenden. So bleiben Helligkeit, Kontrast, Farbton und andere Korrekturen jederzeit nachtr\u00e4glich editierbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Fotobearbeitung lohnt sich ein Blick auf die Auswahl- und Retusche-Werkzeuge. Das Object-Selection-Werkzeug kann nach einem grob gezogenen Rahmen ein Objekt automatisch ausw\u00e4hlen; die zugeh\u00f6rigen KI-Modelle werden lokal verarbeitet und erst bei Bedarf heruntergeladen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Speichern bietet sich f\u00fcr die Weiterarbeit das native PSD-Format an. F\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung eignen sich je nach Einsatzzweck PNG, JPEG, WebP, AVIF, TIFF oder PDF. Vor dem Export lohnt ein Blick auf Metadaten und Farbprofil, da Patchy \u00fcber Datei &gt; Dateiinfo EXIF-, XMP-, IPTC- und ICC-Informationen anzeigen, bearbeiten oder entfernen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:26px\">St\u00e4rken und Grenzen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Patchys gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke ist die Kombination aus freier Lizenz, lokaler Verarbeitung und ausgepr\u00e4gter PSD-Kompatibilit\u00e4t. Das Projekt wirbt ausdr\u00fccklich damit, keine Telemetrie, kein Tracking und keine Uploads von Bildern zu verwenden. Optionale Update-Pr\u00fcfungen und Modell-Downloads erfolgen nur auf Anfrage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig sollte man die Grenzen kennen: Die Bearbeitung erfolgt in RGB mit 8, 16 oder 32 Bit pro Kanal. CMYK dient dem Proofing und Export, nicht als vollwertiger Bearbeitungsmodus. Lab- und andere Farbmodi werden beim \u00d6ffnen nach RGB konvertiert, und eine GPU-Beschleunigung ist derzeit nicht vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:26px\">Fazit<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Patchy ist eine bemerkenswert interessante Option f\u00fcr Linux-Anwender, die einen leistungsf\u00e4higen Bildeditor mit starkem PSD-Fokus suchen. Gerade wer bestehende Photoshop-Dateien pflegen, Affinity-Projekte importieren oder nicht-destruktiv mit Ebenen arbeiten m\u00f6chte, findet hier einen ernstzunehmenden Ansatz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Patchy ersetzt nicht in jedem Detail Photoshop &#8211; was ausdr\u00fccklich nicht beabsichtigt ist. Wer jedoch einen freien, lokal arbeitenden Editor mit modernen Werkzeugen, guter PSD-Kompatibilit\u00e4t und einer aktiven Entwicklung sucht, sollte Patchy unbedingt ausprobieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Patchy ist ein freier, quelloffener Bildeditor f\u00fcr Windows, macOS, Linux und Workaround im Browser. Das Projekt von Seth A. Robinson richtet sich besonders an Anwender, die mit geschichteten Photoshop-Dateien arbeiten und dabei Text, Vektoren, Masken, Ebenenstile und Smart Objects m\u00f6glichst bearbeitbar halten m\u00f6chten. 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