{"id":2197,"date":"2023-09-10T08:12:31","date_gmt":"2023-09-10T06:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/linux-bibel.at\/?p=2197"},"modified":"2023-09-10T08:12:33","modified_gmt":"2023-09-10T06:12:33","slug":"atari800-ein-emulator-fuer-atari-8-bit-systeme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linux-bibel.at\/index.php\/2023\/09\/10\/atari800-ein-emulator-fuer-atari-8-bit-systeme\/","title":{"rendered":"Atari800 ein Emulator f\u00fcr &#8218;Atari 8-bit-Systeme&#8216;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck in die 80er! Mit dem Emulator k\u00f6nnen wir wieder die Spiele unserer Kindheit spielen &#8211; und evtl. den alten Highscore knacken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"300\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/anim_800xl_2015_teaser.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2198\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/anim_800xl_2015_teaser.jpg 960w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/anim_800xl_2015_teaser-300x94.jpg 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/anim_800xl_2015_teaser-768x240.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild von&nbsp;<a href=\"https:\/\/des-or-mad.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Oliver Rapp<\/a>&nbsp;unter der&nbsp;<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Creative Commons BY-SA 3.0<\/a>&nbsp;-Lizenz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer von euch erinnert sich nicht noch an die Zeiten, als man die Nachmittage vor einer Maschine namens&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atari_800XL\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ATARI 800XL<\/a>&nbsp;verbrachte. Nur damit besch\u00e4ftigt, den Highscore zu schlagen, oder einfach nur besser zu sein als dein Freund neben dir?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">OK, OK ich wei\u00df: nicht alle von euch k\u00f6nnen sich an diese Zeiten erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wie dem auch sei: Diese Zeiten kehren zur\u00fcck !<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit einem Emulator. Einfach einem Programm, das der alten Atari-Software vorgaukelt, sie w\u00fcrde auf dem guten alten Atari und nicht auf so einem neumodischem PC, Tablet oder Smartphone laufen. Damit lassen sich dann (fast) alle alten Atari-Programme auch unter Linux benutzen. Also endlich mal wieder&nbsp;<strong>RiverRaid<\/strong>,&nbsp;<strong>DonkeyKong<\/strong>&nbsp;oder&nbsp;<strong>Miner 2049er<\/strong>&nbsp;spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Linux gibt es daf\u00fcr einen Emulator, der&nbsp;<a href=\"https:\/\/atari800.github.io\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Atari800<\/a>&nbsp;hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Installation<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Kubuntu und anderen auf Debian basierenden Distributionen kann der Emulator mit folgender Eingabe auf der Befehlszeile installiert werden:<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>sudo apt install atari800<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer die Befehlszeile nicht mag kann&nbsp;<strong>Atari800<\/strong>&nbsp;nat\u00fcrlich auch mit&nbsp;<strong>Discover<\/strong>&nbsp;installieren. Bei mir war es aber so, dass man in der Suche genau &#8222;Atari800&#8220; eingeben musste. Eine Suche nach &#8222;Atari&#8220; oder &#8222;Atari 800&#8220; f\u00fchrte zu keinem Ergebnis. Auch unter&nbsp;<strong>Anwendungen -&gt; Spiele -&gt; Emulatoren<\/strong>&nbsp;ist&nbsp;<strong>Atari800<\/strong>&nbsp;nicht eingetragen. Ein Snap ist ebenfalls verf\u00fcgbar, wer das bevorzugt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erste Schritte<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gestartet wird der Emulator entweder durch Eingabe von\u00a0<em>atari800<\/em>\u00a0im\u00a0<strong>Terminal<\/strong>\u00a0oder in\u00a0<strong>KRunner<\/strong>. M\u00f6glich ist auch selber einen Eintrag im Startmen\u00fc zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1020\" height=\"729\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-01.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2199\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-01.png 1020w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-01-300x214.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-01-768x549.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1020px) 100vw, 1020px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Bildschirm informiert uns dar\u00fcber, dass die original Atari ROMs (&#8222;Read-Only-Memory&#8220; -&gt; Festwertspeicher) nicht gefunden wurden und daher *Altirra-ROMs* als Ersatz verwendet werden. Was hat es damit auf sich?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Betriebssystem des Atari war auf einem 16 KByte gro\u00dfem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Festwertspeicher\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Festwertspeicher<\/a>chip untergebracht. Ab den XL\/XE-Modellen war auch die Programmiersprache&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atari_BASIC\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">(Atari-)BASIC<\/a>&nbsp;auf einem 8 KByte gro\u00dfem Festwertspeicherchip fest eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowohl das Betriebssystem als auch das BASIC sind auch heute noch grunds\u00e4tzlich urheberrechtlich gesch\u00fctzt und k\u00f6nnen daher nicht frei weitergegeben werden. Es hat in Foren immer wieder mal Diskussionen gegeben, ob Atari nicht bereits Ende der 90er-Jahre Betriebssystem und BASIC f\u00fcr gemeinfrei erkl\u00e4rt hat, aber eine eindeutige und belegbare Aussage dazu gibt es nicht[^1]. Aus diesem Grund haben die Programmierer des&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.virtualdub.org\/altirra.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Altirra<\/a>-Emulators das Atari-Betriebssystem und BASIC von Grund auf neu geschrieben. Dieses Betriebssystem ist in den Code des Atari800-Emulator fest eingebaut. Damit ist es grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich alte Programme f\u00fcr den Atari auszuf\u00fchren. Allerdings hat das Altirra-Betriebssystem einige Inkompatibilit\u00e4ten zum original Atari-Betriebssystem. Es l\u00e4uft eben bei weitem nicht alles.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist deshalb besser, wenn man die Originale von Atari verwenden kann. Aber woher nehmen und nicht stehlen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gl\u00fccklicherweise hat Atari bereits in den 90er-Jahren dem Entwickler eines anderen Atari-Emulators -dem&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.emulators.com\/xformer.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Xformer<\/a>&#8211; erlaubt die ROMs bei seinem Emulator beizupacken. Wenn man sich also diesen Emulator, der nur unter Windows und dem Atari ST l\u00e4uft, \u00fcber diesen&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.emulators.com\/freefile\/pcxf380.zip\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Link<\/a>&nbsp;herunterl\u00e4dt und aus der Zip-Datei die Dateien mit der Endung &#8222;.rom&#8220; herauskopiert, dann hat man ganz legal das original Betriebssystem und BASIC.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sollte sich um folgende Dateien handeln:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Name<\/td><td>Beschreibung<\/td><\/tr><tr><td>ATARIXL.ROM<\/td><td>Das Betriebssystem f\u00fcr die XL\/XE-Modellen<\/td><\/tr><tr><td>ATARIOSB.ROM<\/td><td>Das Betriebssystem f\u00fcr die \u00e4lteren Atari 400 und 800<\/td><\/tr><tr><td>ATARIBAS.ROM..<\/td><td>Das Atari-BASIC<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei allen Dateien in der Zip-Datei, die auf &#8222;.atr&#8220; oder &#8222;.xfd&#8220; enden, handelt es sich um Disketten-Abbilder. Diese sollten wir uns auch gleich mit herauskopieren. Wir werden Sie uns sp\u00e4ter anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem diese Vorarbeiten erledigt sind wenden wir uns wieder dem Emulator selbst zu. In der Eingangsanzeige oben dr\u00fccken wir\u00a0<kbd>F1<\/kbd>\u00a0um in das Einstellungsmen\u00fc des Emulators zu gelangen. Es wird dieses Men\u00fc angezeigt:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"971\" height=\"587\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-02.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2200\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-02.png 971w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-02-300x181.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-02-768x464.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 971px) 100vw, 971px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier schauen wir uns zuerst einmal die&nbsp;<strong>Emulator Configuration<\/strong>&nbsp;an. Mit den Pfeiltasten gehen wir in die Zeile und dr\u00fccken dann&nbsp;Enter&nbsp;oder&nbsp;Return&nbsp;wie die Taste auf dem Atari noch hie\u00df. Ich werde im Folgenden die Tasten auf der Tastatur immer so benennen wie sie auch auf dem ATARI 800XL angegeben wurden. Also in der Regel die englischen Begriffe. Eine \u00dcbersetzungstabelle welche Tasten auf einer modernen deutschen PC-Tastatur zu dr\u00fccken sind f\u00fcge ich unten als Anhang an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Men\u00fcpunkt im Einstellungsmen\u00fc lautet&nbsp;<strong>Emulator Configuration<\/strong>, die \u00dcberschrift des Men\u00fcfensters dann aber&nbsp;<strong>Emulator Settings<\/strong>. Mit beiden Bezeichnungen ist also das Gleiche gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Steuerung in dem Men\u00fc folgt immer dem Schema, dass man mit den <kbd>Pfeiltasten<\/kbd> auf und ab geht. Mit\u00a0<kbd>Return<\/kbd>\u00a0wird etwas ausgew\u00e4hlt bzw. ge\u00e4ndert und mit\u00a0<kbd>ESC<\/kbd>\u00a0eine Ansicht wieder verlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Men\u00fcpunkte lassen sich aber auch mit den Tastenkombinationen rechts direkt aufrufen ohne mit\u00a0<kbd>F1<\/kbd>\u00a0\u00fcber das Hauptmen\u00fc zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"967\" height=\"582\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-03.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2201\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-03.png 967w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-03-300x181.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-03-768x462.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 967px) 100vw, 967px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir gehen nun auf den Men\u00fcpunkt\u00a0<strong>System ROM Settings<\/strong>\u00a0und dr\u00fccken\u00a0Return. Es \u00f6ffnet sich diese Ansicht:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"614\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-04-1024x614.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2202\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-04-1024x614.png 1024w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-04-300x180.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-04-768x460.png 768w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-04.png 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir w\u00e4hlen den ersten Men\u00fcpunkt&nbsp;<strong>Find ROM images in a directory<\/strong>&nbsp;und navigieren in der Verzeichnisstruktur zu dem Ordner in dem wir die drei ROMs oben gespeichert haben. Haben wir das Verzeichnis erreicht dr\u00fccken wir die&nbsp;Leertaste. Der Emulator wird nun die ROMs selbst\u00e4ndig zuordnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnen diesen Men\u00fcpunkt nun mit\u00a0<kbd>ESC<\/kbd>\u00a0verlassen bis wir wieder auf der obersten Ebene des Einstellungsmen\u00fcs sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier w\u00e4hlen wir den Punkt\u00a0<strong>System Settings<\/strong>\u00a0bzw dr\u00fccken\u00a0<kbd>Alt + Y<\/kbd>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"616\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-05-1024x616.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2203\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-05-1024x616.png 1024w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-05-300x181.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-05-768x462.png 768w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-05.png 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sieht die Anzeige genauso aus wie in dem Bild oben, dann ist alles OK. Wahrscheinlich steht hier aber noch etwas von&nbsp;<strong>Altirra OS<\/strong>. Mit&nbsp;Return&nbsp;k\u00f6nnen wir jeden Men\u00fcpunkt \u00e4ndern. Bei&nbsp;<strong>Machine<\/strong>&nbsp;sollten wir&nbsp;<strong>Atari 800XL (64KB)<\/strong>&nbsp;ausw\u00e4hlen. Bei&nbsp;<strong>OS Version<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>BASIC Version<\/strong>&nbsp;einfach&nbsp;<strong>Chose automatically<\/strong>&nbsp;ausw\u00e4hlen, das sollte uns zu der obigen Anzeige f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit haben wir unseren Atari eigentlich eingerichtet, aber wir sollten nochmal kurz \u00fcber die Joystick-Einstellungen schauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierzu wechseln wir im Einstellungsmen\u00fc zum Men\u00fcpunkt\u00a0<strong>Controller Configuration<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"934\" height=\"565\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-06.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2204\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-06.png 934w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-06-300x181.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-06-768x465.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 934px) 100vw, 934px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Emulator ist in der Lage \u00fcber die Tastatur einen Joystick zu emulieren. In diesem Fall gibt man bei\u00a0<strong>Enable keyboard joystick 1:<\/strong>\u00a0ein\u00a0<strong><code>Yes<\/code><\/strong>\u00a0ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Tasten den Joystick emulieren sollen ist ebenfalls einstellbar. Hierzu&nbsp;<strong>Define layout of keyboard joystick 1<\/strong>&nbsp;mit&nbsp;Return&nbsp;aktivieren. Es \u00f6ffnet sich ein neues Fenster. Dieses Fenster zeigt die aktuelle Tastaturbelegung. \u00c4ndern kann man die Belegung indem man in einer Zeile&nbsp;Return&nbsp;dr\u00fcckt und dann auf die Taste, die die entsprechende Joystickbewegung simulieren soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich kann man an heutige PCs nat\u00fcrlich auch einen Joystick anschlie\u00dfen. Entweder den alten Joystick mit Atari-Stecker \u00fcber einen Adapter auf USB oder man hat einen Joystick mit USB-Stecker.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles soweit erledigt? Gut, dann sind wir soweit unser erstes Programm im Emulator zu starten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Programme starten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich gab es drei verschiedene Datentr\u00e4ger die auf einem Atari zur Speicherung von Programmen zur Verf\u00fcgung standen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Module<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum einen gab es (Steck-)Module (engl. &#8218;Cartridge&#8216;), die man oben in einen Schacht des Atari 800XL stecken konnte. Dabei durfte das Modul nur im ausgeschalteten Zustand ein- oder ausgesteckt werden. In diesen Modulen war entweder ein 8 KByte oder 16 KByte Festwertspeicher auf denen das Programm gespeichert war. Das hatte den Vorteil, dass das Programm nicht extra geladen werden muss und sofort nach dem Einschalten zur Verf\u00fcgung stand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist m\u00f6glich den Inhalt der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Modul_%28Computerspiele%29\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Module<\/a>&nbsp;auszulesen und als Datei zu speichern. Diese Dateien werden mit der Endung&nbsp;<strong>.ROM<\/strong>&nbsp;benannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um eine solche Modul-Datei im Emulator einzustecken gehen wir im Einstellungsmen\u00fc auf&nbsp;<strong>Cartridge Management<\/strong>&nbsp;oder dr\u00fccken einfach&nbsp;Alt + C. In der dritten Zeile steht wahrscheinlich&nbsp;<strong>Cartridge: None<\/strong>. Ein Druck auf&nbsp;Return&nbsp;f\u00fchrt uns in ein Men\u00fc zur Auswahl der Dateien. Nach der Auswahl der Datei fragt der Emulator noch nach der Art des Moduls. Die Auswahl&nbsp;<strong>Standard 16 KB Cartridge<\/strong>&nbsp;wird in den meisten F\u00e4llen die Richtige sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kassetten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer sehr verbreiteter Datentr\u00e4ger war die Kassette. Insbesondere Spiele auf Kassette waren sehr viel preiswerter als auf Diskette oder Modul. Daf\u00fcr dauerte das Laden unendlich l\u00e4nger und oft brach der Ladevorgang mit einer Fehlermeldung auch ganz ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die alten Kassetten lassen sich 1 zu 1 auslesen und in einer Abbilddatei (engl. &#8218;Image&#8216;) speichern. Abbilder einer Atari-Kassette werden mit der Endung&nbsp;<strong>.CAS<\/strong>&nbsp;gekennzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um ein solches Kassetten-Abbild im Emulator zu laden gehen wir im Einstellungsmen\u00fc auf\u00a0<strong>Tape Management<\/strong>\u00a0oder dr\u00fccken\u00a0<code>Alt + T<\/code>. In der ersten Zeile steht wahrscheinlich\u00a0<strong>C:None<\/strong>. Wobei das\u00a0<strong>C:<\/strong>\u00a0beim Atari f\u00fcr Kassetten stand und nicht f\u00fcr die Festplatte\u00a0<strong>C<\/strong>\u00a0wie bei\u00a0<strong>Windows<\/strong>-Rechnern. Ein Druck auf\u00a0Return\u00a0f\u00fchrt ins in ein Men\u00fc zur Auswahl der Dateien. Nach der Auswahl der Datei k\u00f6nnte das Ergebnis z. B. so aussehen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"560\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-07.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2205\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-07.png 940w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-07-300x179.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-07-768x458.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaufkassetten wurden damals so gestartet, dass man die Kassette in die Datasette eingelegt und anschlie\u00dfend die&nbsp;START-Taste gedr\u00fcckt gehalten hat w\u00e4hrend man den Atari einschaltet. Ein blauer Bildschirm mit nur einem wei\u00dfen Cursor erschien und ein lautes &#8222;Tr\u00f6\u00f6t&#8220; war zu h\u00f6ren. Das war das Signal die&nbsp;<strong>Play-Taste<\/strong>&nbsp;auf der Datasette zu dr\u00fccken. Der Ladevorgang begann. F\u00fcr die n\u00e4chsten ca. 10 Minuten passierte nichts, au\u00dfer dass aus dem Lautsprecher ein wiederholtes &#8222;Piep&#8220; zeigte, dass der Ladevorgang noch lief.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um diesen Vorgang zu simulieren gehen wir im Einstellungsmen\u00fc wieder auf&nbsp;<strong>Emulator Configuration<\/strong>. Die zweite Zeile lautet&nbsp;<strong>Boot from tape (hold START)<\/strong>. Mit einem Druck auf&nbsp;Return&nbsp;stellen wir hier ein&nbsp;<strong>Yes<\/strong>&nbsp;ein. Nun das Men\u00fc mit&nbsp;ESC&nbsp;wieder verlassen und den Emulator mit&nbsp;<strong>Reboot (Cold Start)<\/strong>&nbsp;neu starten. Es erscheint der blaue Bildschirm und das vertraute &#8222;Tr\u00f6\u00f6t&#8220;. Der Ladevorgang startet und wir brauchen viel Geduld.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Disketten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Diskettenlaufwerk&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atari_800XL#Diskettensysteme\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Atari 1050<\/a>&nbsp;war fast so teuer wie der Computer selbst. Trotzdem hatte so gut wie jeder auch ein Diskettenlaufwerk, das wir damals liebevoll *Floppy* nannten. Das Laden von Diskette war um ein vielfaches schneller und auch sicherer. Zudem gab es einige Spiele auch nur auf Diskette.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genauso wie bei den Kassetten lassen sich auch von den Disketten Abbilder erstellen. Die Abbilddateien von Disketten werden \u00fcblicherweise mit&nbsp;<strong>.ATR<\/strong>&nbsp;oder&nbsp;<strong>.XFD<\/strong>&nbsp;gekennzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um ein solches Disketten-Abbild im Emulator zu laden gehen wir im Einstellungsmen\u00fc auf\u00a0<strong>Disk Management<\/strong>\u00a0oder dr\u00fccken\u00a0<code><kbd>Alt + D<\/kbd><\/code>. Die ersten acht Zeilen sind mit\u00a0<strong>D1:<\/strong>\u00a0bis\u00a0<strong>D8:<\/strong>\u00a0bezeichnet. Sie stehen f\u00fcr die maximal acht Diskettenlaufwerke, die man an einen Atari 800XL anschlie\u00dfen konnte. Auch wenn die wenigsten damals mehr als ein Laufwerk gehabt haben d\u00fcrften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Off<\/strong>\u00a0bedeutet hier, dass das Laufwerk ausgeschaltet oder nicht vorhanden ist. Um eine Diskette einzulegen muss man in der entsprechenden Zeile\u00a0Return\u00a0dr\u00fccken und man befindet sich in einem Men\u00fc zur Auswahl der Dateien. In dem Beispiel sind in den Laufwerken D1 und D2 jeweils eine Diskette eingelegt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"560\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-08.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2206\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-08.png 940w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-08-300x179.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-08-768x458.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaufdisketten hatten in der Regel eine Autostart-Funktion. Die Diskette wurde eingelegt und dann der Computer eingeschaltet. Das Programm startete dann automatisch. Probieren wir es einmal aus. Dazu gehen wir im Einstellungsmen\u00fc auf&nbsp;<strong>Reboot (Cold Start)<\/strong>&nbsp;und das Programm sollte gestartet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Funktioniert nicht? Gut, dann schauen wir uns nochmal die&nbsp;<strong>Emulator Configuration<\/strong>&nbsp;an. Steht bei&nbsp;<strong>Boot from tape (hold Start)<\/strong>&nbsp;evtl. noch das&nbsp;<strong>Yes<\/strong>&nbsp;aus dem obigen Abschnitt? Da muss jetzt nat\u00fcrlich&nbsp;<strong>No<\/strong>&nbsp;stehen. Ansonsten will der Emulator von Kassette starten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ist das BASIC ein- oder ausgeschaltet? Wie bereits oben geschrieben war die Programmiersprache BASIC fest eingebaut. Was einerseits sch\u00f6n war, weil man leicht Programme schreiben konnte. Aber andererseits wurden dauerhaft 8 KByte des Speichers belegt. Was ein Problem war, wenn man umfangreichere Programme laden wollte, die kein BASIC ben\u00f6tigten. Aus diesem Grund konnte man das BASIC ausschalten, wenn man beim Einschalten des Atari die&nbsp;Option-Taste gedr\u00fcckt hielt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das auf dem Emulator abzubilden gibt es in der&nbsp;<strong>Emulator Configuration<\/strong>&nbsp;in der ersten Zeile die Option bei&nbsp;<strong>Disable BASIC when booting Atari<\/strong>&nbsp;ein&nbsp;<strong>Yes<\/strong>&nbsp;vorzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun sollte beim Neustart von der Diskette etwas geladen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schauen wir uns doch nochmal das&nbsp;<strong>Disk Management<\/strong>&nbsp;Men\u00fc an. Hier gibt es noch eine ganz n\u00fctzliche Funktion. Es war damals \u00fcblich, dass Diskettenlaufwerke die Disketten nur einseitig lesen konnten. Wenn man also auch die Daten von der R\u00fcckseite der Diskette lesen wollte, dann musste man die Diskette umdrehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Spiele waren so umfangreich, dass sie zwei Diskettenseiten einnahmen. Man musste daher die Diskette nach Aufforderung herausnehmen und umdrehen. Anschlie\u00dfend mit Tastendruck oder dem Feuerknopf am Joystick best\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Emulator hilft uns hier mit der Funktion&nbsp;<strong>Rotate Disks<\/strong>. Er tauscht die Disketten zwischen den Laufwerken&nbsp;<strong>D1:<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>D2:<\/strong>&nbsp;aus. Es befindet sich nun die zweite Seite im Laufwerk D1. Nochmal auf&nbsp;<strong>Rotate Disks<\/strong>&nbsp;gehen tauscht die Disketten wieder zur\u00fcck. Gerade bei Spielen bei denen man die Diskette \u00f6fters drehen musste ist das sehr hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit&nbsp;<strong>Make Blank ATR Disk<\/strong>&nbsp;erstellt man eine Datei, die das Abbild einer leeren Diskette darstellt. Auf dieser kann man dann z. B. eigene Daten oder Programme speichern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sonstige<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da wir uns in einem Emulator befinden gibt es noch einen weiteren Weg ein Programm zu starten. Das Programm muss sich nicht auf dem Abbild eines Datentr\u00e4gers befinden. Es kann sich auch direkt auf der Festplatte des Rechners befinden auf dem der Emulator l\u00e4uft. Um ein solches Programm zu starten, gehen wir im Einstellungsmen\u00fc auf\u00a0<strong>Run Atari Program<\/strong>\u00a0oder dr\u00fccken direkt\u00a0<kbd>Alt + R<\/kbd>. Man befindet sich direkt in einem Men\u00fc zur Auswahl des Programms. Ausf\u00fchrbare Programme wurden auf dem Atari \u00fcblicherweise mit\u00a0<strong>.COM<\/strong>, seltener auch mit\u00a0<strong>.EXE<\/strong>\u00a0bezeichnet. Ungl\u00fccklicherweise werden auch auf Windows-Rechnern ausf\u00fchrbare Programme so bezeichnet. Es ist also nicht erkennbar ob es sich um ein ausf\u00fchrbares Programm f\u00fcr den Atari oder f\u00fcr Windows handelt. Aus diesem Grund werden ausf\u00fchrbare Programme f\u00fcr den Atari heute oft mit\u00a0<strong>.XEX<\/strong>\u00a0bezeichnet. Das soll f\u00fcr &#8222;XL-EXE&#8220; stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sieht es eigentlich mit einer Festplatte am Atari 800XL aus? Nun, damals hatte wohl so gut wie niemand eine Festplatte. Schon aufgrund des Preises f\u00fcr Festplatten war das f\u00fcr Privatanwender absolut utopisch. Trotzdem sei erw\u00e4hnt, dass es zumindest von einem Anbieter auch Festplatten f\u00fcr den Atari 800XL gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die **Supradrives** &#8211; vgl. den entsprechenden Bericht in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.atarimagazines.com\/v5n6\/Supradrivefor8Bit.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ANTIC<\/a>&nbsp;(engl)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Emulator k\u00f6nnen wir in der&nbsp;<strong>Emulator Configuration<\/strong>&nbsp;in den Zeilen f\u00fcr&nbsp;<strong>H1:<\/strong>&nbsp;bis&nbsp;<strong>H4:<\/strong>&nbsp;die Abbilder von Festplatten einbinden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Jetzt aber wirklich: Wir starten!<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wollen nun mal eine Diskette einlegen und von dieser Diskette ein kleines Spiel starten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daher bitte mit\u00a0<kbd>Alt + D<\/kbd>\u00a0das\u00a0<strong>Disk Management<\/strong>-Fenster \u00f6ffnen und in der Zeile in der\u00a0<strong>D1:Off<\/strong>\u00a0steht\u00a0Return\u00a0dr\u00fccken. In dem sich \u00f6ffnenden Men\u00fc suchen wir nach der Datei\u00a0<strong>GAMES5.ATR<\/strong>, die wir am Anfang zusammen mit den ROMs aus der Xformer-ZIP-Datei herauskopiert haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir wissen ja, dass es sich um eine Abbilddatei einer Atari-Diskette handelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fenster f\u00fcr das\u00a0<strong>Disk Management<\/strong>\u00a0verlassen wir nun mit\u00a0<kbd>ESC<\/kbd>\u00a0und starten den Atari mit\u00a0<kbd>Umschalt + F5<\/kbd>\u00a0neu. Sieht es jetzt bei Ihnen so aus?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"934\" height=\"561\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-09.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2207\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-09.png 934w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-09-300x180.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-09-768x461.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 934px) 100vw, 934px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein? Dann sehen Sie wahrscheinlich einen blauen Bildschirm mit dem Wort &#8222;READY&#8220;? Sie haben in der&nbsp;<strong>Emulator Configuration<\/strong>&nbsp;eingestellt, dass mit BASIC gestartet wird, Entsprechend befinden Sie sich im BASIC. Geben Sie einfach den Befehl&nbsp;<em>DOS<\/em>&nbsp;ein und Sie sehen auch das Men\u00fc.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So sah Anfang der 80er-Jahre ein Men\u00fc zur Verwaltung von Disketten aus. Auf alles einzugehen w\u00e4re Stoff f\u00fcr einen eigenen Artikel. Wir wollen uns auf die wichtigsten Funktionen beschr\u00e4nken. Geben Sie bitte\u00a0<kbd>A<\/kbd>\u00a0ein und dr\u00fccken auf die R\u00fcckfrage nur\u00a0Return.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erhalten eine Liste der Dateien auf der Diskette. Um nun ein Programm zu starten dr\u00fccken wir&nbsp;L&nbsp;und dann den Namen des Programms. Also z. B.&nbsp;<em>TETRIS.EXE<\/em>&nbsp;und einmal&nbsp;Return. Das Programm wird geladen. Das Programm wird mit dem Joystick gesteuert. Welche Tasten den Joystick emulieren ist davon abh\u00e4ngig was Sie oben bei der Joystickeinstellung angegeben haben. Oder eben davon ob Sie tats\u00e4chlich einen Joystick angeschlossen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr\u00fccken Sie den &#8222;Feuerknopf&#8220; um das Spiel zu starten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"933\" height=\"563\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-10.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2208\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-10.png 933w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-10-300x181.png 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800-10-768x463.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 933px) 100vw, 933px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Spielprinzip sollte bekannt sein. Der &#8222;Feuerknopf&#8220; dreht die Teile. Mit dem Joystick nach links oder rechts steuert man die Teile in die entsprechende Richtung. Joystick nach unten l\u00e4sst das Teil sofort ganz nach unten sausen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es liegt in der Natur der Sache, dass am Ende einer Einf\u00fchrung immer noch viele Themen offen bleiben \u00fcber die es sich auch noch lohnen w\u00fcrde zu schreiben. Welche Spiele f\u00fcr den Atari 800XL sind auch heute noch lohnenswert? Welche Anwendungen gab es damals? Welche Programmiersprachen? Wie sah ein BASIC-Programm aus? Welche Hardware hatte der Atari? Wie funktionierte das Atari-DOS genau?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Evtl. werde ich diesen Themen sp\u00e4ter einmal einen eigenen Beitrag widmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Literatur: zum Weiterlesen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">* [Peter Dells Youtube-Videos]<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/c\/jacofwudsn\/featured\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/c\/jacofwudsn\/featured<\/a>: Peter Dell ver\u00f6ffentlicht zahlreiche Videos, die sich mit den &#8222;kleinen&#8220; Ataris besch\u00e4ftigen.<br>* [Atari 600XL\/800XL intern]<a href=\"https:\/\/eichler-web.de\/technik\/49-8-bitter\/atari-600xl-800xl-intern\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/eichler-web.de\/technik\/49-8-bit &#8230; 0xl-intern<\/a>: Das Buch war \/ ist ein Standardwerk zur Technik der Ataris; der Inhalt ist \u00fcber die Webseite des Autors frei abrufbar.<br>* [AtariMania]<a href=\"http:\/\/www.atarimania.com\/atari-400-800-xl-xe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.atarimania.com\/atari-400-800-xl-xe.html<\/a>: (englisch) Umfangreiches Archiv.<br>* [ABBUC e. V.]<a href=\"https:\/\/abbuc.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/abbuc.de<\/a>: Der ATARI Bit Byter User Club e. V. &#8211; ein Verein ist das Forum f\u00fcr die &#8222;kleinen&#8220; Ataris.<br>* [B. Pahls Atari-Seiten]<a href=\"http:\/\/www.b-pahl.de\/atari8bit\/Atari8bit.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/www.b-pahl.de\/atari8bit\/Atari8bit.html<\/a>: Etwas \u00e4ltere Seite mit etlichen Basteleien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anhang: Die Tastaturbelegung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"506\" src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800XL_v3-1024x506.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2209\" srcset=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800XL_v3-1024x506.jpg 1024w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800XL_v3-300x148.jpg 300w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800XL_v3-768x380.jpg 768w, https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Atari800XL_v3.jpg 1104w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tastatur des\u00a0<strong>Atari 800XL<\/strong>\u00a0verf\u00fcgt \u00fcber einige Besonderheiten zu der Tastatur heutiger PCs. Das Tastaturlayout ist amerikanisch und alle Tasten sind englisch beschriftete. Funktiionstasten hie\u00dfen nicht\u00a0<kbd>F1<\/kbd>, <kbd>F2<\/kbd>, <kbd>F3<\/kbd>,\u00a0etc. sondern\u00a0OPTION, SELECT, START, HELP\u00a0und befanden sich rechts neben dem Tastenblock. Es gab zus\u00e4tzliche Tasten wie\u00a0BREAK\u00a0(rechts oben) oder\u00a0INVERS\u00a0(rechts unten). Die &#8222;Pfeiltasten&#8220; wurden \u00fcber\u00a0<kbd>CONTROL<\/kbd>\u00a0und\u00a0<kbd>+<\/kbd>, <kbd>-<\/kbd>, <kbd>=<\/kbd>, <kbd>*<\/kbd>\u00a0erzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Emulator muss diese Tasten irgendwo auf die heutige PC-Tastatur \u00fcbertragen. Bei&nbsp;<strong>Atari800<\/strong>&nbsp;sind das die folgenen Tasten:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Emulator . . . . .<\/td><td>Atari<\/td><\/tr><tr><td>F1<\/td><td>Aufruf der Emulator-Einstellungen<\/td><\/tr><tr><td>F2<\/td><td>OPTION<\/td><\/tr><tr><td>F3<\/td><td>SELECT<\/td><\/tr><tr><td>F4<\/td><td>START<\/td><\/tr><tr><td>F5<\/td><td>RESET (Warmstart)<\/td><\/tr><tr><td>Umschalt+F5<\/td><td>Neustart (Kaltstart)<\/td><\/tr><tr><td>F6<\/td><td>HELP<\/td><\/tr><tr><td>F7<\/td><td>BREAK<\/td><\/tr><tr><td>~<\/td><td>Invers<\/td><\/tr><tr><td>Pfeil hoch<\/td><td>Ctrl+&#8216;-&#8218;<\/td><\/tr><tr><td>Pfeil runter<\/td><td>Ctrl+&#8217;=&#8216;<\/td><\/tr><tr><td>Pfeil links<\/td><td>Ctrl+&#8217;+&#8216;<\/td><\/tr><tr><td>Pfeil rechts<\/td><td>Ctrl+&#8217;*&#8216;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[^1]: vgl. hierzu auch folgende (englische) Diskussione auf&nbsp;<a href=\"https:\/\/atariage.com\/forums\/topic\/105353-atari-rom-public-domain\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">AtariAge<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Text schien zuerst auf\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ingmar-koch.de\/de\/blog\/atari800\/\" target=\"_blank\">BlogLinux<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-green-cyan-color has-text-color wp-block-paragraph\">Verfasst von ikoch<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-custom\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"Gef\u00e4llt mir\" data-post-id=\"2197\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                            <img src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Daumen-Hoch.png\" alt=\"Gef\u00e4llt mir\" \/>\r\n            <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">-27    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"Gef\u00e4llt mir nicht\" data-post-id=\"2197\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                            <img src=\"https:\/\/linux-bibel.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Daumen-Runter.png\" alt=\"Gef\u00e4llt mir nicht\" \/>\r\n            <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\">-17<\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcck in die 80er! Mit dem Emulator k\u00f6nnen wir wieder die Spiele unserer Kindheit spielen &#8211; und evtl. den alten Highscore knacken. Bild von&nbsp;Oliver Rapp&nbsp;unter der&nbsp;Creative Commons BY-SA 3.0&nbsp;-Lizenz Wer von euch erinnert sich nicht noch an die Zeiten, als man die Nachmittage vor einer Maschine namens&nbsp;ATARI 800XL&nbsp;verbrachte. 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